Opernball-Star packt aus: „Ein Tänzer ohne Schmerz ist tot“
Die gebürtige Russin und Primaballerina der Staatsoper, Liudmila Konovalova redet über Schmerzen, Pommes und Krieg.
„Wenn ein Tänzer aufwacht ohne Schmerzen, ist er tot.“ Völlig offen über ihren Beruf spricht Liudmila Konovalova, Primaballerina der Wiener Staatsoper und damit erste Solotänzerin des Staatsballetts. Im Videopodcast von PR-Experte Gerald Fleischmann auf krone.tv gibt die Star-Tänzerin nicht nur Auskunft über ihren geplanten Auftritt beim heurigen Opernball, sondern spricht schonungslos über die Licht- und Schattenseiten des Balletts, den Krieg in der Ukraine und gewährt einen Blick in die Unergründlichkeit der russischen Seele.
Gefühlt „wie eine Prinzessin“
„Der Opernball ist einzigartig“, sie habe sich gefühlt „wie eine Prinzessin“ als sie ihn das erste Mal besuchte. Ob sie manchmal aus ihrem eleganten, perfekten Image ausbreche? “Ja”, sie isst gern Pommes mit Ketchup.
Auf die Frage, ob ihr Körper als ihr Werkzeug versichert sei, – immerhin sind beispielsweise auch die Beine der Fußballstars Lionel Messi oder Cristiano Ronaldo mit hunderten Millionen Dollar versichert – sagt Konovslova: „Gute Idee“, denn wenn etwas mit ihrem Körper passiert, wäre das „eine Katastrophe“.
Nach der Härte des Berufs gefragt: „Es ist Schmerz. Ein Ballettänzer, der morgens aufwacht und keine Schmerzen hat, ist tot.“
Konovalova: „Dann gewinnst du am Ende“
Sie ist nun seit 15 Jahren die erste Solotänzerin in Wien. Was braucht es, um diese Position so lange zu verteidigen? „Charakter.“ Man müsse immer nur nach vorne schauen, „dann gewinnst du am Ende“.
Im Gespräch beantwortet die gebürtige Russin, wie es ist, wenn man in Russland aufwächst und auf Österreich schaut. Außerdem erklärt sie, was es mit der sagenhaften „Unergründlichkeit der russischen Seele“ auf sich hat und, ob sie eine Meinung zum Krieg Russlands gegen die Ukraine hat.
Was gefällt Konovalova an Österreich? „die Balance. Es ist der Staat der Musik. Ich mag die Natur, Berge und die Seen.“
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