ORF-Gagen enthüllt: So viel kassieren die Top-Verdiener!
Neue Zahlen sorgen für Aufregung: Dutzende ORF-Topverdiener kassieren Gehälter von über 170.000 Euro. Diese werden von Tausenden Haushalten finanziert – und das ausgerechnet mitten in der größten Krise des Senders.
Der Zeitpunkt könnte kaum brisanter sein: Während der ORF von internen Turbulenzen und einer schweren Führungskrise erschüttert wird, deckt der neue Transparenzbericht die Gehälter der Spitzenverdiener auf. Es geht um Millionenbeträge, die über den ORF-Beitrag finanziert werden. Die Debatte um Gagen, Macht und Verantwortung erhält dadurch neuen Zündstoff.
Millionen für wenige: Wer beim ORF richtig abkassiert
Der aktuelle Bericht listet alle Einkommen ab 170.000 Euro brutto pro Jahr (inklusive Boni) auf. Zwar ist die Zahl der Top-Verdiener von 73 auf etwas über 60 gesunken, doch die Summe bleibt mit mehr als 15 Millionen Euro gewaltig. Finanziert wird dies durch den ORF-Beitrag: Jeder Haushalt zahlt 183,60 Euro pro Jahr. Umgerechnet tragen somit rund 83.000 Haushalte allein die Gagen dieser Spitzenverdiener. Eine andere Perspektive macht die Dimension noch deutlicher: Das entspricht mindestens der Einwohnerzahl der Stadt Salzburg.
An der Spitze der Liste steht nun ein neuer Name: Pius Strobl. Der Sicherheitsbeauftragte und Wohltätigkeitschef verdient rund 33.000 Euro pro Monat, was etwa dem Neunfachen eines durchschnittlichen Einkommens entspricht. Gleichzeitig kämpft er um eine Luxuspension von über 2,4 Millionen Euro.
Die neue ORF-Chefin Ingrid Thurnher scheint mit ihrem bisherigen Einkommen von 270 270 Euro dagegen abgeschlagen: Sie schafft es nicht einmal unter die Top 5.
Rangliste in Bewegung: Abgänge, Aufsteiger und „Landeskaiser“
Auch sonst gibt es Veränderungen in der Gagenliste. Der bisherige Spitzenreiter, Robert Kratky, hat sich wegen eines beginnenden Burnouts zurückgezogen. Sportchef Hannes Aigelsreiter liegt mit knapp 340.000 Euro Jahresbrutto noch einmal auf Platz drei, obwohl er den ORF bereits im Jänner verlassen hat.
In den Bundesländern dominieren weiterhin die sogenannten „Landeskaiser“. An der Spitze steht Waltraud Langer, Direktorin des ORF Salzburg, mit einem Monatsgehalt von 18.500 Euro. Dahinter folgt der steirische Landesstudio-Chef, während Wien das Schlusslicht bildet.
Nebenjobs sorgen für zusätzlichen Zündstoff
Nicht nur die Fixgehälter sorgen für Diskussionen, auch die Nebenverdienste werfen Fragen auf.
An der Spitze gab es einen Wechsel: Andi Knoll, bekannt als Moderator von „Dancing Stars“ und Opernball, wurde durch strengere Werberegeln von Platz eins verdrängt. Neuer Spitzenreiter ist nun „ZiB 2“-Moderator Armin Wolf. Er verdient zusätzlich als Buchautor sowie gemeinsam mit Peter Filzmaier als politischer Erklärer.
Immerhin müssen sich die Top-Verdiener für das laufende Jahr mit einer Nulllohnrunde zufriedengeben.
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