Besonders brisant: Einige der Manager sollen Jahresgehälter von weit über 200.000 Euro beziehen. Spitzenreiter ist laut den veröffentlichten Zahlen ORF-III-Geschäftsführer Peter Schöber mit rund 312.000 Euro brutto pro Jahr. Gemeinsam mit Co-Geschäftsführerin Kathrin Zierhut-Kunz sollen sich die Gehälter der ORF-III-Spitze auf fast 600.000 Euro summieren. Auch in anderen Tochterfirmen werden laut Bericht Gehälter von mehr als 250.000 Euro ausgewiesen. Kritiker sehen darin einen Widerspruch zu den wiederkehrenden Sparappellen des ORF.

Zwölf Tochterfirmen, 21 Geschäftsführer

Zu den Tochtergesellschaften zählen unter anderem die ORF-Beitrags Service GmbH, die ORF Online und Teletext GmbH, die ORF Enterprise, die Österreichische Rundfunksender GmbH (ORS) oder die ORF-Marketinggesellschaften. Zwar handelt es sich teilweise um Doppel- und Mehrfachfunktionen, einige Manager sind also in mehreren Gesellschaften gleichzeitig tätig. Dennoch sorgt die Zahl von 21 Geschäftsführer-Mandaten für Diskussionen.

Haushaltsabgabe erneut im Fokus

Besonders heikel ist das Thema, weil der ORF jährlich rund 900 Millionen Euro aus öffentlichen Mitteln erhält. Seit Einführung der Haushaltsabgabe wird immer wieder kritisiert, dass jeder Haushalt zahlen muss – unabhängig davon, ob das Angebot genutzt wird oder nicht. Gegner sprechen deshalb regelmäßig von einer „Zwangsgebühr“. Vor diesem Hintergrund werfen Kritiker die Frage auf, ob der ORF zuerst bei Strukturen, Verwaltung und Spitzengehältern sparen sollte, bevor über zusätzliche Mittel oder finanzielle Engpässe diskutiert wird.

Pig will Vertrauen zurückgewinnen

Brisant: Ausgerechnet in dieser Debatte steht mit APA-Chef Clemens Pig ein neuer ORF-Generaldirektor in den Startlöchern. Pig betont in seinem Zukunftskonzept immer wieder die Begriffe „Transparenz“ und „Unabhängigkeit“ und will die Akzeptanz der Haushaltsabgabe in der Bevölkerung erhöhen, wie auch im

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künftig mit den Vorwürfen rund um hohe Managergehälter und komplexe Tochterfirmen-Strukturen umgeht. Denn eines zeigt die Debatte deutlich: Beim Thema

ORF

-Beitrag reagieren viele Österreicher mittlerweile äußerst sensibel.