ORF-Knaller: Rechnungshof prüft jetzt den Öffentlich-Rechtlichen
Der Rechnungshof hat eine umfassende Prüfung des ORF eingeleitet. Im Zentrum stehen der Personaleinsatz und die Kostenstruktur des öffentlich-rechtlichen Senders.
Der Rechnungshof nimmt den ORF im Rahmen einer Gesamtprüfung unter die Lupe. Das bestätige ein RH-Sprecher dem “Standard”. Ein Fokus liege auf dem Personaleinsatz, schreibt die Tageszeitung. Bereits seit längerem ist eine Rechnungshof-Prüfung zur Umstellung von der gerätegekoppelten GIS-Gebühr auf den nunmehrigen ORF-Beitrag am Laufen.
Parallel dazu läuft weiterhin eine Prüfung zur Umstellung von der früheren GIS-Gebühr auf den nunmehr verpflichtenden ORF-Beitrag für Haushalte und Unternehmen. Der dazugehörige Endbericht dürfte nach branchenüblichen Fristen bereits in absehbarer Zeit vorliegen. Ein Rohbericht mit festgestellten Mängeln und Verbesserungsvorschlägen wurde dem ORF bereits im Sommer 2025 übermittelt.
ie nun begonnene Gesamtprüfung wird hingegen deutlich länger dauern. Weder ein Rohbericht noch ein Endbericht ist voraussichtlich noch vor der Bestellung der neuen ORF-Führung für die Funktionsperiode ab 2027 im August 2026 zu erwarten. Erfahrungsgemäß lösen Rechnungshofprüfungen jedoch bereits im Vorfeld politische wie auch interne Debatten aus.
Etwa 3000 Vollzeitkräfte beim ORF
Der ORF beschäftigt derzeit rund 3000 Vollzeitkräfte im Mutterunternehmen sowie mehr als 1000 weitere in Tochtergesellschaften. Die Personalkosten belaufen sich auf etwa 400 Millionen Euro jährlich, bei Gesamtausgaben von über einer Milliarde Euro. Die Einnahmen des ORF liegen bei rund 1,1 Milliarden Euro pro Jahr.
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