Spar-Chef Hans K. Reisch spricht gegenüber der Krone Klartext: „Das ist keinesfalls auf Knopfdruck zu bewältigen.“ Allein für sein Unternehmen rechnet er mit einem bürokratischen Mehraufwand von rund zwei Millionen Euro – für eine Ersparnis, die bei vielen Haushalten nur ein paar Euro im Monat ausmacht.

Doch damit nicht genug: Parallel soll eine Plastikabgabe kommen. Für Reisch ein klarer Bumerang. Am Ende könnte die Steuerersparnis wieder verpuffen – nach dem Motto: „linke Tasche, rechte Tasche“. Welche Verpackungen genau betroffen sind, ist zudem noch unklar.

Spar mit 22,3 Milliarden Euro Umsatz

Auch bei anderen Themen wächst der Druck auf den Handel. Die umstrittene Shrinkflation – weniger Inhalt zum gleichen Preis – nennt Reisch „unerhört“. Schuld seien vor allem die Hersteller. Spar will künftig solche Tricks sogar sichtbar machen.

Der Handelsriese Spar wächst jedenfalls weiter: 22,3 Milliarden Euro Umsatz, davon 10,8 Milliarden in Österreich. Eigenmarken wie „S-Budget“ boomen.