Super Bowl im Polit‑Modus: Bad Bunny spaltet mit Halbzeitshow
Auf dem Feld wehten während dem Auftritt von Bad Bunny Flaggen von allen nord-, mittel- und südamerikanischen Ländern. Außerdem hielt der Sänger aus Lateinamerika einen Football mit der Aufschrift “Gemeinsam sind wir Amerika” in die Kamera, sagte “God bless America” (Gott segne Amerika) und zählte neben den USA zahlreiche lateinamerikanische Länder auf.
Trump zur Show: "Absolut schrecklich"
Bad Bunny ist als Gegner der Abschiebepolitik der US-Regierung bekannt und hatte seine jüngste Rede bei den Grammys auch für Kritik am Kurs von Präsident Donald Trump genutzt. Wie politisch aufgeladen sein Auftritt in der Super–Bowl-Pause war, zeigte sich auch darin, dass Trump die Show auf seiner Plattform Truth Social als “absolut schrecklich” und eine der schlimmsten aller Zeiten bezeichnete. Man verstehe kein Wort, die Tanzeinlagen seien “ekelhaft” und überhaupt werde die Show der “Großartigkeit Amerikas” nicht gerecht, schrieb Trump.
Bad Bunny sang ausschließlich auf Spanisch – ein Novum für die Halbzeitshow. Trump kam anders als beim vergangenen Mal nicht zum Super Bowl und hatte Bad Bunny bereits vor dem Finale kritisiert. Im Netz variierten die Meinungen. User äußersten sich sowohl lobend als auch kritisch gegenüber der Performance. Hinblickend auf den Gesang erntete Bad Bunny bei seiner Live-Show viel Kritik.
Mega-Event mit langer Geschichte
Der Auftritt beim Super Bowl gilt als größte Showbühne des Jahres. Mit mehr als 100 Millionen Zuschauern allein in den USA sind die kurzen, oft bombastischen Halbzeitshows häufig populärer als das eigentliche Spiel und längst zu einem eigenen Kulturphänomen geworden. Stars wie Roger Federer, Travis Scott, Jon Bon Jovi, Jay-Z und seine Tochter Blue Ivy waren für das Finale der National Football League ins Stadion gekommen. Neben Bad Bunny traten auch u.a. Lady Gaga, Ricky Martin und Green Day auf. Am Ende triumphierten die Seahawks mit 29:13 über die Patriots.
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