Politischer Islam: „Ihr habt keine Ahnung, was ihr euch da eingehandelt habt“
Iran eskaliert – und Österreich diskutiert über eine „Werte-Charta“ für Asylwerber. In der Debatte fällt ein harter Satz aus dem Nahen Osten: Europa sei naiv gegenüber Islamisten. Kritiker sehen Symbolpolitik statt Problemlösung.
Bei exxpress live diskutierten der frühere ÖVP-Abgeordnete und Unternehmensberater Martin Engelberg und Journalist Werner Reichel über die Lage im Iran – und was das mit Migration, Integration und Sicherheit in Österreich zu tun hat. Der Tenor: In Wien werde zu oft an Symptomen herumgedoktert, statt die Ursachen zu stoppen.
Iran als geopolitischer Brandbeschleuniger – auch für Europa
Engelberg ordnet die Eskalation im Iran als geopolitisch hochbrisant ein: Ein Ende des Regimes würde nicht nur die Region, sondern die gesamte Lage im Nahen Osten verändern – inklusive der Proxy-Strukturen. Und: Auch Europa habe ein Eigeninteresse daran, weil das Thema langfristig „auch was die Flüchtlingsbewegungen anbelangt“ berührt.
Werte-Charta: Symbolpolitik statt Kurswechsel
Beim Thema Asyl kritisiert Reichel die angekündigte „Wertekarte/Charta“ als wirkungslos – wer Gesetze ignoriert, werde sich auch nicht an Unterschriften halten. „Eine Karte wird an der Situation in Österreich nichts ändern. Null.“
Engelberg bringt dazu einen Satz, der hängen bleibt: In einem vertraulichen Gespräch habe ihm ein Minister aus den Vereinigten Arabischen Emiraten gesagt: „Ihr habt keine Ahnung, was ihr euch da eingehandelt habt“ – und vor Islamisten sowie Muslimbruderschaft gewarnt. Konsequenz aus seiner Sicht: Nicht noch mehr Überwachung/Charters, sondern das Problem „an der Wurzel“ packen – und Zuwanderung stoppen, statt es weiter zu importieren.
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