Polizei entdeckt Kugelbomben in Carsharing-Auto
Während einer Streifenfahrt machte ein Passant in Berlin-Neukölln Beamte der Polizei auf ein abgestelltes Carsharing-Fahrzeug aufmerksam. Aus dem Auto heraus soll in den vergangenen Abenden Pyrotechnik verkauft worden sein.
Mit einem Blick durch die Scheiben stellten die Beamten fest, dass im Inneren mehrere Kartons lagerten, die eindeutig beschriftet waren. Die Kisten waren gefüllt mit Feuerwerkskörpern. Rund um das Fahrzeug lagen bereits leere Verpackungen, was laut Polizei auf einen laufenden Verkauf schließen ließ.
Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurde das Fahrzeug geöffnet. Der Fund war erheblich: Zum einen stellten die Beamten eine große Menge illegaler Pyrotechnik sicher, darunter extrem laute Knallkörper, verbotene Feuerwerksartikel und mehrere Kugelbomben – Feuerwerkskörper mit enormer Explosionskraft, die ausschließlich für professionelle Feuerwerke zugelassen sind. Die Mieterin des Fahrzeugs konnte ermittelt werden.
Sie gab an, dass ihr Carsharing-Account gehackt worden sei, nachdem sie bereits ungewöhnliche Buchungs-Mails erhalten hatte. Eine Durchsuchung ihrer Wohnung verlief ohne weitere Feststellungen.
Folgende Gegenstände beschlagnahmte die Polizei:
Kategorie F4 (verboten / besonders gefährlich):
• „Gold Thunder“ – 103 Stück
• „Black Thunder“ – 138 Stück
• „Kreiselblitz“ – 64 Stück
• „Dum Bum 50“ – 35 Stück
• „Dum Bum 5“ – 141 Stück
• Sphärische Bomben 100 mm (Kugelbomben) – 16 Stück :bumm:
• Sphärische Bomben 75 mm (Kugelbomben) – 19 Stück :bumm:
Kategorie F3:
• „Dum Bum“ – 84 Stück
• „Bujny Brocade“ – 2 Stück
• „Viper 1“ – 472 Stück
Kategorie P1:
• „Titanblitz rot“ – 220 Stück
• „Titanblitz blau“ – 200 Stück
• „Titanblitz grün“ – 223 Stück
• „Titanblitz Crackling“ – 160 Stück
• „Knall“ – 1.700 Stück
• „Crazy Robot“ – 1.500 Stück
• „Funke Petarda 3 Blue“ – 1.115 Stück
• „Dum Bum Signalkartuschen“ – 1.800 Stück
• „PS3“ – 1.505 Stück
Dieser Beitrag ist ursprünglich auf unserem Partner-Portal NiUS erschienen.
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