Radikaler Schritt gegen Verkehrstote: Diese Stadt drosselt auf Tempo 30
In einem europäischen Stadtzentrum darf ab dem heutigen Donnerstag nur noch maximal 30 Stundenkilometer gefahren werden. Die neue Geschwindigkeitsbegrenzung gilt vor allem im historischen Zentrum der Hauptstadt, aber auch auf einigen breiteren Verkehrsadern nahe des Stadtkerns.
Bisher galt diese Begrenzung für etwas weniger als die Hälfte der Straßen im Zentrum Roms.
Das Hauptziel dieser Maßnahme ist die Reduzierung von Verkehrsunfällen und die Senkung der Zahl der Verkehrstoten auf null im italienischen Straßenverkehr. Laut Verkehrsdezernent Eugenio Patanè zeigen verschiedene Studien, dass die Senkung der Geschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer die Gefährlichkeit und die Schwere von Unfällen verringert. „Es ist daher keine ideologische Entscheidung”, erklärte Patanè.
„So senken wir das Todesrisiko"
Außerdem hat sich in den vergangenen Jahren die Zahl der Fußgänger erhöht, was wahrscheinlich auch auf den Ansturm von Touristen zurückzuführen ist, die die Stadt zu Fuß erkunden. Dies erfordert neue Konzepte. „Wir haben die Pflicht, den Geschwindigkeitsunterschied zwischen den stärkeren und den verletzlicheren Verkehrsteilnehmern zu verringern. So senken wir das Todesrisiko“, sagte er.
Laut einem Bericht des Portals Roma Today steht die Ewige Stadt auf Platz 17 der weltweit verkehrsreichsten Städte. Vor allem in der Hauptverkehrszeit sind die Straßen in vielen Gegenden überfüllt. Laut Roma Today verbrachten Römer im vergangenen Jahr durchschnittlich rund 76 Stunden im Stau.
Bologna machte den Anfang
Bologna ist die erste italienische Großstadt, in der seit 2024 auf städtischen Straßen eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h gilt. Ausgenommen davon sind die Schnellstraßen der Stadt in der Emilia-Romagna. Die Bilanz aus dem ersten Jahr mit dieser Regelung zeigt, dass im Jahr 2024 kein einziger Fußgänger auf den Straßen Bolognas starb.
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