Rennen um ORF-Spitze: Diese Namen gelten jetzt als Favoriten
Nach dem Rücktritt von ORF-Generaldirektor Roland Weißmann übernimmt Ingrid Thurnher vorerst interimistisch die Führung. Hinter den Kulissen läuft jedoch bereits die Suche nach einer dauerhaften Nachfolge – mehrere prominente Namen werden gehandelt.
Der überraschende Rücktritt von ORF-Generaldirektor Roland Weißmann hat das Rennen um die Spitze des öffentlich-rechtlichen Rundfunks neu eröffnet. Bis auf Weiteres übernimmt Radiodirektorin Ingrid Thurnher interimistisch die Führung. Spätestens mit der nächsten Ausschreibung des Postens dürfte der Wettbewerb um die Nachfolge richtig beginnen.
Als einer der aussichtsreichsten Kandidaten gilt derzeit Alexander Hofer, Landesdirektor des ORF Niederösterreich. Der langjährige ORF-Manager gilt als äußerst erfahren und bestens vernetzt, insbesondere zur niederösterreichischen ÖVP. Kritiker sehen darin allerdings auch einen möglichen Nachteil: Hofer steht für Kontinuität im System ORF und nicht unbedingt für einen kompletten Neustart an der Spitze des Senders.
Auch der Name von APA-Chef Clemens Pig fällt zunehmend. Der Tiroler führt die Austria Presse Agentur wirtschaftlich erfolgreich und gilt als Kandidat, der eine stärkere Kooperation zwischen ORF und privaten Medienhäusern fördern könnte.
Als Außenseiter wird zudem Medienmanager Markus Breitenecker gehandelt, früherer COO von ProSiebenSat.1 Puls4. Auch ein überraschendes Comeback gilt nicht als völlig ausgeschlossen: Hinter den Kulissen wird immer wieder über eine Rückkehr des langjährigen Ex-Generaldirektors Alexander Wrabetz spekuliert.
Babler wünscht sich Frau an der Spitze
Darüber hinaus wünschen sich viele im ORF – sowie SPÖ-Chef Andreas Babler – eine Frau an der Spitze. Genannt wird etwa Magazin-Chefin Lisa Totzauer, die bereits 2021 als Generaldirektorin kandidierte und seit rund 30 Jahren im ORF tätig ist. Nicht ausgeschlossen ist auch, dass Ingrid Thurnher länger bleibt: Hinter den Kulissen wird darüber spekuliert, dass sie – wenn ihre interimistische Führung überzeugt – dauerhaft zur ORF-Chefin bestellt werden könnte.
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