Sabotage rund um Olympia: Anti-Terror-Experten ermitteln in Norditalien
Italiens Bahnnetz wurde am Samstagfrüh gleich an mehreren Stellen attackiert – der Zugverkehr ist spürbar beeinträchtigt. Trenitalia meldete Verspätungen, Umleitungen und auch Zugausfälle im Regionalverkehr, teils mit Verzögerungen bis zu 90 Minuten. Die Ermittler schließen nicht aus, dass Anarchisten hinter den Taten stecken.
In Norditalien, wo die Olympischen Winterspiele Mailand-Cortina laufen, sind am Samstag zeitgleich drei Sabotageakte an Eisenbahnstrecken verübt worden. Die Ermittler schließen nicht aus, dass Anarchisten hinter den Taten stecken. Ähnliche Vorfälle hatte es rund um die Olympischen Spiele 2024 in Paris gegeben. Sie könnten als Vorbild gedient haben.
Brand ausgelöst
Betroffen ist die Strecke Bologna-Padua, wo an einer Weiche ein selbst gebauter Sprengsatz gefunden und entschärft wurde, berichteten die Ermittler. Auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke auf derselben Verbindung wurden in einem Kabelschacht Stromleitungen durchtrennt. Sabotiert wurde auch die Bahnlinie Bologna-Ancona bei Pesaro. Dort wurde ein Brand an einer elektrischen Anlage ausgelöst.
Der Bahnverkehr war am Samstag stark beeinträchtigt: Fern-, Intercity- und Regionalzüge fahren nur mit Verspätungen von bis zu 90 Minuten. Besonders betroffen sind mehrere Hochgeschwindigkeitszüge, teilte die italienische Bahngesellschaft Trenitalia mit. Regionalzüge wurden zudem umgeleitet oder gar gestrichen.
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