Sachslehner: „Friedlich ist das nicht mehr“: Parallelwelten werden zur Gefahr
Kulturkonflikt statt Kuschelkurs: Warum das Problem nicht Einzelfälle sind, sondern die Menge – und warum Europa die Rechnung präsentiert bekommt.
In exxpress live wurde am Dienstagmorgen über Islamisten, Weihnachtsboykott und das umstrittene ÖVP-Posting diskutiert – mit dabei: Laura Sachslehner und Bernhard Heinzlmaier. Prägend war vor allem die Frage, wo Religionsfreiheit endet und Integrationsverweigerung beginnt.
„Weihnachten wird zur Projektionsfläche“
Sachslehner legt die Linie hart: Sie sieht hinter dem Weihnachtsboykott keinen harmlosen Trend, sondern eine bewusste Abgrenzung von westlicher Lebensweise. Weihnachten werde zur „Projektionsfläche“ für jene, die mit Demokratie, Kultur und Tradition nichts anfangen können. Der entscheidende Punkt für sie: Es gehe längst nicht nur um Neuankömmlinge – sondern um zweite und dritte Generationen, die hier leben, Staatsbürger sind und trotzdem „unsere Werte und Traditionen“ ablehnen.
Heinzlmaier ergänzt mit dem Begriff der „Scheintegration“: Außen angepasst, innen unverändert – und bei Krisen brechen alte Prägungen wieder durch. Sachslehner zieht daraus eine politische Forderung: Nicht nur reden, sondern Regeln durchsetzen – und Konsequenzen spürbar machen.
170.000 Euro für ORF & Standard: „Medienkompetenz“ oder Schlagseite?
Beim Schulprojekt von ORF und Standard wird Sachslehner noch schärfer: Sie versteht nicht, wie ein Minister ausgerechnet zwei klar positionierten Medien Geld gibt, um Lehrer gegen „Fake News“ zu schulen. Für sie wirkt das nicht wie Neutralität, sondern wie Einfluss. Besonders heikel: In Unterlagen sei politisches Material aufgetaucht – erst nach Berichterstattung wieder geändert.
Heinzlmaier treibt den Punkt weiter: Wenn ein Medium in Schulen „Marke“ setzt, entsteht Bindung – und andere bleiben draußen. Sachslehner bleibt bei der Kernfrage: Warum schafft man kein wirklich offenes, pluralistisches Modell, wenn es um Bildung geht?
Sie haben die Sendung verpasst? Kein Problem – hier geht’s zur ganzen Sendung:
Kommentare