Franz Schellhorn, Direktor des wirtschaftsliberalen Thinktanks Agenda Austria, sorgt mit einem Instagram-Video für Aufsehen. Seine Kernthese: Österreichische Kinder werden in Schule und Bildungseinrichtungen systematisch zu obrigkeitshörigen Staatsfans erzogen – und das beginnt schon im Klassenzimmer.
Zwischen Lehrplan und Ideologie
Schellhorn verweist auf einen weitgehend unbekannten Umstand: Inhalte von Schulbüchern, insbesondere in Geografie und Wirtschaftskunde, müssen von den Sozialpartnern abgesegnet werden. Das Ergebnis, so Schellhorn, sei ein eklatantes Ungleichgewicht: “Da scheint nur eine Seite immer wieder zu schlafen – nämlich die Wirtschaftsseite.” In den genehmigten Büchern werde Globalisierung als “reine Geißel der Menschheit” dargestellt, ohne auch nur einen einzigen Vorteil zu benennen. Freie Märkte gelten als Bedrohung, staatliche Regulierung als Allheilmittel, die Sozialpartnerschaft als unantastbares Heiligtum.
Schellhorns Forderung ist klar: Statt Kinder in wirtschaftspolitische Denkschulen zu drängen, sollte Bildung sie auf das echte Leben vorbereiten – Mietverträge verstehen, den Wert von Geld kennen, eigenständige und selbstständige Erwachsene werden, die ein Leben nach ihren eigenen Wünschen gestalten können.
Von der Krippe bis in die Klasse
Doch die politische Einflussnahme auf Kinder endet nicht am Schultor – sie beginnt teils noch davor. Wie exxpress berichtete, wird in österreichischen Kindereinrichtungen bereits Vierjährigen Genderunterricht auf Kosten der Steuerzahler erteilt. Förderprojekte, die unter dem Deckmantel von “Diversität” und “Inklusion” laufen, vermitteln kleinen Kindern ein weltanschaulich aufgeladenes Bild der Gesellschaft – lange bevor sie lesen oder schreiben können.Gleichzeitig eskalierte zuletzt ein Streit um politisch gefärbte Kinderbücher: Die FPÖ warnte vor gezielter Umerziehung durch Bilderbücher, die in Kindergärten und Volksschulen eingesetzt werden und ein klar linksideologisches Weltbild transportieren. Kritiker sehen darin eine schleichende Unterwanderung der frühkindlichen Bildung durch aktivistische Inhalte.Eltern, die wollen, dass ihre Kinder zu eigenständig denkenden Menschen heranwachsen, sollten genauer hinschauen, was ihren Kindern täglich vermittelt wird. Schellhorns unbequeme Botschaft lautet: Das System erzieht nicht für das Leben – es erzieht für den Staat.

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