In exxpress live wurde intensiv über Wirtschaft, Steuern und staatliche Ausgaben diskutiert. Zu Gast waren Gerald Grosz und Ralph Schöllhammer. Im Fokus: die Mehrwertsteuer – und ihre Auswirkungen auf Konsum, Betriebe und Budget.

„Steuern lösen keine Probleme, sie verschieben sie“

Ralph Schöllhammer warnte eindringlich davor, wirtschaftliche Probleme mit immer neuen Abgaben zu bekämpfen. Die Mehrwertsteuer treffe nicht „die Reichen“, sondern breite Bevölkerungsschichten. Steigende Preise führten zu Konsumverzicht, Investitionsstau und letztlich zu geringeren Staatseinnahmen.

Wer Wachstum wolle, müsse Entlastung ermöglichen – nicht zusätzliche Belastungen. Gerade in Zeiten hoher Inflation wirke die Mehrwertsteuer wie ein Brandbeschleuniger.

Grosz unterstützte diese Sicht: Der Staat greife immer tiefer in die Taschen der Bürger, verliere aber trotzdem wirtschaftliche Substanz. Betriebe würden stranguliert, Arbeitsplätze gefährdet.

„Ideologie ersetzt ökonomische Realität“

Schöllhammer kritisierte, dass wirtschaftspolitische Entscheidungen zunehmend ideologisch statt rational getroffen würden. Anstatt strukturelle Reformen anzugehen, setze die Politik auf Umverteilung und Symbolmaßnahmen.

Das Resultat: hohe Abgaben, steigende Schulden, sinkende Wettbewerbsfähigkeit. Europa verliere an Dynamik, während andere Regionen investieren und wachsen. Eine nachhaltige Budgetpolitik brauche Realismus – keinen moralischen Überbau.

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