In exxpress live wurde am Donnerstag, dem 19. März 2026, intensiv über die Spritpreisbremse und die steigenden Energiepreise diskutiert. Mit dabei: Politik-Experte Ralph Schöllhammer und FPÖ-Politikerin Lisa Schuch-Gubik. Im Zentrum der Debatte stand die Frage, ob die angekündigte Entlastung von 10 Cent tatsächlich wirkt – oder politisch mehr Signal als Lösung ist.

„50 bis 70 Prozent Anstieg – und dann 10 Cent?“

FPÖ-Politikerin Lisa Schuch-Gubik stellte die Dimension klar: Die Spritpreise seien zuletzt um 50 bis 70 Prozent gestiegen – die angekündigten 10 Cent seien daher „maximal ein Tropfen auf den heißen Stein“.

Auch das politische Vorgehen der Regierung wurde hinterfragt. Schuch-Gubik kritisierte, dass ein Modell präsentiert werde, das eine Zweidrittelmehrheit brauche – „ohne vorher überhaupt mit den Oppositionsparteien gesprochen zu haben“.

Ralph Schöllhammer ergänzte, dass die Maßnahme zwar politisch schwer abzulehnen sei – selbst kleine Entlastungen würden bei der Bevölkerung ankommen. Gleichzeitig könne genau das ein politisches Kalkül sein: Wer dagegen stimmt, steht schnell als Verhinderer da.

Schöllhammer: „Wunschdenken trifft auf Realität“

Politik-Experte Ralph Schöllhammer weitete die Kritik deutlich aus – weg von der einzelnen Maßnahme hin zur Grundsatzfrage der Energiepolitik. Er machte klar: Europas Politik stehe zunehmend im Konflikt mit der Realität. Rund 73 Prozent der Energie stammen weiterhin aus fossilen Quellen – gleichzeitig handle Europa so, als ließe sich diese Abhängigkeit einfach politisch überwinden. Seine zentrale These: Wenn man sich von Energiequellen politisch abkoppelt, ohne Alternativen zu haben, werde man abhängiger und nicht unabhängiger.

Die Folgen seien längst spürbar: steigende Preise und eine Kettenreaktion quer durch die Wirtschaft. Energie verteuere alles – vom Transport bis zum täglichen Einkauf.

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