Auf den ersten Blick wirkt die Entwicklung weniger dramatisch: Wie Apollo News berichtete, wurden 2025 in der Schweiz 554.963 Straftaten registriert – um 1,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Doch dieser Rückgang täuscht, denn gerade bei jenen Delikten, die das Sicherheitsgefühl besonders treffen, gingen die Zahlen nach oben.

So stieg die Zahl der Gewaltstraftaten auf 49.915 Fälle – ein Plus von zwei Prozent. Bei den schweren Gewaltdelikten fiel der Anstieg mit 8,1 Prozent noch deutlicher aus. Besonders alarmierend: 55 vollendete Tötungsdelikte und 251 versuchte Tötungen wurden registriert.

Mehr Vergewaltigungen, mehr erwachsene Täter

Von insgesamt 92.147 Personen, die 2025 in der Schweiz einer Straftat beschuldigt wurden, sind 53.326 Ausländer. Das entspricht 57,9 Prozent aller Tatverdächtigen.

Ein genauer Blick auf die Zahlen zeigt Unterschiede innerhalb dieser Gruppe: Wie 20 Minuten berichtete, sind 32,3 Prozent der Beschuldigten Ausländer mit dauerhaftem Aufenthalt in der Schweiz. 5,8 Prozent entfallen auf die Asylbevölkerung. Weitere 19,8 Prozent zählen zu den „übrigen Ausländern“, etwa Kurzaufenthalter, Grenzgänger oder Personen ohne geregelten Aufenthaltsstatus.

Zum Vergleich: Der Anteil der Ausländer an der Gesamtbevölkerung der Schweiz lag Ende 2024 bei rund 27 Prozent.

Migranten überrepräsentiert

Auch bei sexueller Gewalt zeigt die Statistik nach oben. Die Zahl der Vergewaltigungen stieg auf 1.402 Fälle, also um 29,1 Prozent. Die Vergleichbarkeit mit früheren Jahren ist allerdings eingeschränkt, da seit dem 1. Juli 2024 ein geändertes Sexualstrafrecht gilt.

Auffällig ist zudem die Struktur der Beschuldigten: Knapp vier von fünf Tatverdächtigen sind Männer. Während die Zahl der beschuldigten Erwachsenen ab 25 Jahren um 1,9 Prozent zunahm, ging sie bei Minderjährigen um 5,3 Prozent und bei jungen Erwachsenen um 3,2 Prozent zurück.

Politisch brisante Zahl

Regional wurden die meisten Straftaten in Zürich, Bern und Waadt registriert. Basel-Stadt verzeichnete die höchste Zahl an Gewaltstraftaten.