Das Modell: Kunden zahlen keinen festen Arbeitspreis mehr, sondern exakt das, was Strom an der Börse kostet. Diese Preise ändern sich alle 15 Minuten. Damit erhalten auch normale Haushalte Zugang zu Konditionen, die bislang Großabnehmern wie Industrieunternehmen vorbehalten waren. Stromintensive Geräte wie Waschmaschinen oder E-Auto-Ladestationen lassen sich gezielt in günstigen Zeitfenstern nutzen.

Der Preis: Die monatliche Grundgebühr beginnt bei 5,95 Euro. Laut Ikea kann ein Single-Haushalt mit rund 1.600 Kilowattstunden Jahresverbrauch etwa 167 Euro pro Jahr sparen. Ein Vier-Personen-Haushalt mit E-Auto und rund 7.000 Kilowattstunden Verbrauch könne durch konsequente Optimierung sogar bis zu 830 Euro jährlich einsparen. Grundlage der Berechnung ist ein Vergleich mit einem herkömmlichen Tarif am Standort Köln.

Dynamische Stromtarife

Seit 2025 müssen Konzerne in Deutschland ihren Kunden dynamische Stromtarife anbieten – hier setzt der Ikea-Tarif an! In der Regel ist dafür nämlich ein intelligenter Stromzähler notwendig, ein sogenannter Smart Meter. Ikea bietet den Einbau bei Bedarf kostenlos an – und ermöglicht die Nutzung des Tarifs auch ohne Zusatzgerät. Die Strompreise stehen jeweils bereits am Vortag gegen 14 Uhr fest und können über eine eigene App eingesehen werden. Das soll Planungssicherheit schaffen, sagt Ikeas Energie-Chefin Jacqueline Polak laut Bild. Vorbild ist Schweden, wo bereits mehr als die Hälfte der Haushalte dynamische Tarife nutzt.

Ikea räumt demnach allerdings auch Risiken ein: Wer seinen Stromverbrauch nicht in günstige Zeiten verlagert, kann mit dem dynamischen Tarif am Ende mehr zahlen als bei klassischen Modellen. Der neue Ikea-Strom kann ab dem 21. Januar gebucht werden, weitere Details will das Unternehmen im Laufe des Tages bekannt geben.

Dieser Beitrag ist ursprünglich bei unserem Partner-Portal NiUS erschienen.