Sensationsfund in Pompeji: Forscher machen überraschende Entdeckung
Fast 2.000 Jahre nach dem Untergang von Pompeji liefern neue Analysen überraschende Einblicke in das Alltagsleben der antiken Stadt. Ein internationales Forschungsteam der Universität Zürich, der LMU München und weiterer Partner hat erstmals die Rückstände in römischen Räuchergefäßen untersucht – und dabei Hinweise auf ein weit verzweigtes Handelsnetz entdeckt.
Als der Vesuv im Jahr 79 nach Christus ausbrach, konservierte die Asche nicht nur Gebäude und Straßen, sondern auch zahlreiche Alltagsgegenstände. Darunter befanden sich auch Räuchergefäße, die in römischen Haushalten für religiöse Rituale genutzt wurden. Die darin erhaltene Asche wurde nun mit modernen wissenschaftlichen Methoden detailliert analysiert.
Handel mit afrikanischen oder asiatischen Regionen
Die Ergebnisse zeigen: In Pompeji wurden nicht nur heimische Pflanzen verbrannt, sondern auch exotische Duftstoffe verwendet. In einem der Gefäße fanden die Forscher Rückstände eines Baumharzes, das vermutlich aus tropischen Regionen Afrikas oder Asiens stammt. Das deutet darauf hin, dass die Stadt in internationale Handelsbeziehungen eingebunden war.
Zusätzlich konnten Spuren eines Traubenprodukts nachgewiesen werden, was auf die Nutzung von Wein in religiösen Zeremonien hindeutet. Solche Praktiken sind bereits aus antiken Darstellungen und Texten bekannt, konnten nun aber erstmals auch wissenschaftlich belegt werden.
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