In diesem Fall handelte es sich um das erste von mehr als 3.000 ähnlichen Verfahren gegen Uber, die vor einem US-Bundesgericht zusammengefasst wurden.

Solche Pilotverfahren werden im US-Recht als „bellwether” bezeichnet und dienen dazu, rechtliche Argumentationen zu testen und den Wert von Forderungen für mögliche Vergleiche zu bewerten. Die Geschworenen befanden, der Fahrer sei ein Vertreter von Uber gewesen, weshalb das Unternehmen für seine Handlungen verantwortlich sei. Sie sprachen der Klägerin 8,5 Millionen Dollar Schmerzensgeld zu, lehnten jedoch die Forderung nach Strafschadensersatz ab. Sarah London, eine Anwältin der Klägerin, sagte nach der Urteilsverkündung, Uber stelle den Profit über die Sicherheit der Fahrgäste.

Uber wehrt sich – Berufung, Sammelklagen und Kursdämpfer an der Börse

Der Fahrdienstleister argumentiert seit Langem, dass er nicht für das kriminelle Verhalten seiner Fahrer haftbar gemacht werden könne. Die Fahrer seien unabhängige Auftragnehmer und keine Angestellten. Ein Sprecher von Uber teilte mit, das Unternehmen werde Berufung einlegen. Zudem sieht sich das Unternehmen mit mehr als 500 Klagen vor einem kalifornischen Gericht konfrontiert. Im nachbörslichen Handel gab die Uber-Aktie nach Bekanntgabe des Urteils um 0,5 Prozent nach. Auch der Uber-Konkurrent Lyft sieht sich mit ähnlichen Klagen konfrontiert. Dessen Aktie gab nach dem Urteil um ein Prozent nach.