Sicherheitskräfte warnen: Hunderte Islamisten aus Syrien nach Deutschland zurückgekehrt
Alarmierende Zahlen: Mindestens 400 der einst nach Syrien gereisten „Gotteskrieger“ leben wieder in Deutschland, berichtet der Tagesspiegel. Sicherheitsexperten sprechen von hohen Risiken durch dschihadistische Rückkehrer, zumal zuletzt offenbar Islamisten aus syrischen Haftanstalten fliehen konnten.
Die Gewerkschaft der Polizei warnte, dass einzelne Islamisten „auf Rache sinnen“ könnten. Der Verfassungsschutz teilte mit, Syrien-Heimkehrer seien womöglich an Waffen ausgebildet, islamistisch indoktriniert und durch den Krieg traumatisiert worden.
Viele Rückkehrer unterstützen den „Islamischen Staat“
Die Zahlen ergeben sich aus den Angaben syrischer Kriegsparteien sowie der Bundesregierung. Es geht dabei um deutsche Staatsbürger und in Deutschland lebende Ausländer. Überwiegend unterstützten die aus Deutschland stammenden Männer und Frauen (geschätzt sind es 1500) in Syrien diverse Dschihadisten, vorrangig den „Islamischen Staat“ (IS). Das Terrornetzwerk beherrschte zwischen 2014 und 2019 große Territorien in Syrien und im benachbarten Irak.
Jeder vierte Islamist starb während des Krieges
Laut Innenministerium (BMI) unter Alexander Dobrindt (CSU) sollen über 470 islamistische Männer und Frauen in die Bundesrepublik zurückgekehrt sein. Davon haben circa 30 Deutschland jedoch wieder verlassen, darunter Abgeschobene. Laut BMI waren insgesamt 1150 deutsche Islamisten sowie aus der Bundesrepublik stammende ausländische Dschihadisten seit 2011 nach Syrien und in den Irak gereist. Jeder vierte der ausgereisten Islamisten starb demnach während des Krieges.
Nach dem Sturz der Diktatur von Baschar al-Assad übernahmen Islamisten unter Ahmed al-Scharaa Ende 2024 den Großteil Syriens. Al-Scharaa will einen Zentralstaat, er lehnt den von der Kurden-Spitze favorisierten Föderalismus ab.
Dieser Beitrag ist ursprünglich bei unserem Partner-Portal NiUS erschienen.
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