Sicherheitsprobleme in Salzburg: Nach Einbrüchen schraubt Stadt Fundsachenbox ab
Wer in der Stadt Salzburg einen verlorenen Schlüssel, eine Geldbörse oder einen Ausweis findet, will ihn in der Regel rasch und unkompliziert zurückgeben. Genau dieser Gedanke stand lange hinter der öffentlich zugänglichen Fundsachenbox beim Schloss Mirabell. Doch diese Möglichkeit ist vorerst Geschichte. Nach wiederholten Einbruchsversuchen wurde der Einwurfkasten abmontiert.
Außerhalb der Amtszeiten war die Fundsachenbox ein simpler Weg, Alltagsgegenstände anonym und unkompliziert abzugeben. Eingeworfen wurden vor allem Schlüsselbunde, Brillen oder persönliche Dokumente. Wertgegenstände spielten dabei kaum eine Rolle. Dennoch rückte der Kasten zuletzt mehrfach in den Fokus unbekannter Täter.
Fundamtsleiter Franz Schefbaumer spricht gegenüber dem ORF von mehreren Einbruchsversuchen, teils erfolgreich, teils nicht. Die Konsequenz war klar: Der Schutz der abgegebenen Gegenstände konnte nicht länger garantiert werden. Der Kasten musste entfernt werden.
Sicherheit vor Bequemlichkeit
Für die Stadt war die Entscheidung kein leichter Schritt. Denn klar ist auch: Der Wegfall des Einwurfkastens erschwert es ehrlichen Findern, ihrer Verantwortung nachzukommen. Aktuell können Fundsachen nur noch während der regulären Öffnungszeiten direkt im Fundamt abgegeben werden.
„Wir wissen, dass das für viele Bürger unpraktisch ist“, heißt es aus dem Magistrat. Doch der Schutz der Gegenstände und die Verlässlichkeit des Systems hätten Vorrang. Ein beschädigter oder aufgebrochener Kasten untergräbt das Vertrauen in den gesamten Ablauf.
Raub-Überfälle häufen sich: Ein Symptom einer angespannten Lage
Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Ereignissen ein, die in der Stadt zuletzt für Diskussionen gesorgt haben. Die Zunahme von Einbrüchen und Raubdelikten beschäftigt nicht nur die Sicherheitsbehörden, sondern wirkt sich zunehmend auch auf alltägliche Verwaltungsabläufe und die Sicherheit der Bürger aus. Erst vor zwei Wochen war ein Einbrecher von einem Hausbesitzer erschossen worden.
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