Silvester-Chaos: Feuerwehren in Niederösterreich im Dauereinsatz
130 Einsätze in nur acht Stunden forderten die Einsatzkräfte zum Jahreswechsel. Vor allem Brände hielten die Feuerwehren auf Trab, acht Menschen wurden durch Böller verletzt. Deutlich mehr Einsätze als im Vorjahr.
Die niederösterreichischen Feuerwehren waren in der Silvesternacht gefordert. Zwischen 20.00 und 4.00 Uhr mussten sie zu 130 Einsätzen ausrücken, das sind mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr (2024/25: 59 Mal), teilte der Niederösterreichische Landesfeuerwehrverband am Donnerstag mit. Ein Großteil der Alarmierungen betraf Brände. Auch bei der Rettung wurden mehr Einsätze verzeichnet, acht Personen wurden durch Böller verletzt.
Laut Notruf Niederösterreich stieg die Zahl der Rettungseinsätze um fast 13 Prozent auf 318 Alarme zwischen 20.00 und 6.00 Uhr. Acht Menschen zogen sich durch Böller Verletzungen vor allem an den Händen, im Gesicht und im Brustbereich zu. “Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter führten 812 Anrufe – darunter 329 Notrufe, 178 telefonische Gesundheitsberatungen sowie zahlreiche weitere Beratungen und Auskünfte”, so Notruf Niederösterreich-Geschäftsführer Josef Schmoll in einer Aussendung. Die meisten Einsätze der Rettungsteams erfolgten aufgrund akuter Erkrankungen, allerdings sei die Zahl jener Patientinnen und Patienten, die nach Stürzen oder übermäßigem Alkoholkonsum vom Rettungsdienst versorgt werden mussten, erneut gestiegen.
Doppelt so viele Feuerwehreinsätze wie 2024/25
Laut dem Niederösterreichischen Landesfeuerwehrverband standen insgesamt 196 Feuerwehren mit 323 Fahrzeugen im Einsatz. Beim Jahreswechsel 2024/25 waren es 92 Feuerwehren mit 154 Fahrzeugen gewesen. Die meisten Kräfte wurden bei Gebäudebränden in Leopoldsdorf im Marchfeld (Bezirk Gänserndorf), in Wieselburg (Bezirk Scheibbs) und in Ennsdorf (Bezirk Amstetten) benötigt. Zu den Brandeinsätzen zählten auch brennende Müllcontainer, Hecken- und Flurbrände. 13 Einsätze waren im Zusammenhang mit Verkehrsunfällen zu verzeichnen, im Vorjahr waren es sechs.
“Wenn andere das neue Jahr begrüßen, stehen unsere Feuerwehrmitglieder bereit, um im Notfall zu helfen. Dieses Engagement, diese Einsatzbereitschaft und diese Selbstverständlichkeit, für andere da zu sein, verdienen höchsten Respekt und größte Anerkennung”, erklärte Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner ebenfalls in einer Aussendung.
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