Skandal in Amsterdam: Studenten in Asylunterkünften Opfer sexueller Gewalt
Ein niederländisches Wohnprojekt, das als Lösung der Flüchtlingskrise verkauft wurde, verwandelt sich in einen Albtraum für Studenten: Jahrelang wurden junge Menschen im Stek Oost in Amsterdam sexueller Gewalt und Misshandlungen ausgesetzt.
Ein niederländisches Wohnprojekt, das als Lösung für die Flüchtlingskrise gefeiert wurde, entpuppte sich für viele Studenten als Albtraum. Im sogenannten Stek Oost, einem Komplex im Stadtteil Watergraafsmeer in Amsterdam, wurden junge Studenten über Jahre hinweg sexuell missbraucht, belästigt und Opfer von Gewalt. Das Projekt, das Studenten und Flüchtlinge unter einem Dach vereinen sollte, um die Integration zu fördern, entwickelte sich zu einem gefährlichen Ort für viele der jungen Menschen.
Die Studenten wurden gezwungen, zusammen mit 125 Flüchtlingen in einem Gebäude zu leben – eine Maßnahme, die zunächst als wegweisend für eine schnellere Integration von Migranten angesehen wurde. Doch die Realität war erschreckend: Berichte von wiederholten sexuellen Übergriffen, Bedrohungen und Gewalt häufen sich. Eine Studentin berichtete von regelmäßigen Auseinandersetzungen und gewalttätigen Vorfällen in den Fluren und Gemeinschaftsräumen des Komplexes. Ein weiterer Vorfall, bei dem ein Mann mit einem Küchenmesser bedroht wurde, wurde ebenfalls gemeldet.
Vergewaltigungen und Angst
Besonders erschütternd ist der Fall einer Studentin, die 2019 von einem syrischen Flüchtling vergewaltigt wurde. Nachdem sie bei den Behörden Anzeige erstattet hatte, wurde der Fall aufgrund fehlender Beweise eingestellt. Erst Jahre später, als eine weitere Frau den gleichen Täter meldete, konnte er festgenommen und 2024 verurteilt werden. Trotz wiederholter Vorfälle wurde den Opfern von den Behörden immer wieder signalisiert, dass es rechtlich nicht möglich sei, die Täter aus dem Komplex zu entfernen.
Die Verantwortlichen des Projekts, darunter die Immobilienfirma Stadgenoot, sahen sich immer wieder mit Beschwerden konfrontiert, konnten aber kaum eingreifen. „Wir waren völlig überfordert. Wir wollten nicht mehr für die Sicherheit des Komplexes verantwortlich sein“, erklärte eine Mitarbeiterin des Unternehmens gegenüber DailyMail resigniert.
Das Stek Oost soll nun bis 2028 geschlossen werden, nachdem der Vertrag zur Verwaltung des Komplexes ausläuft. Doch bis dahin bleibt den Betroffenen nur die bittere Erkenntnis, dass ein Experiment zur „Integration“ in einem Albtraum geendet ist – und dass jahrelange Misshandlungen ohne Konsequenzen bleiben konnten.
Kommentare