Skikurse jetzt 150 Euro teurer: Eltern schlagen Alarm
Für viele Wiener Familien werden Wintersportwochen zunehmend zur finanziellen Belastung. Laut Elternvertretern kosten Skikurse heute 150 Euro mehr als noch vor zwei Jahren. Es gibt zwar Unterstützung, doch längst nicht alle sehen den „Mehrwert“.
Skikurse und Sportwochen gelten als wertvoll für Kinder – doch für viele Eltern werden sie immer schwerer leistbar.GETTYIMAGES/Peter Cade
Salzburg oder Tirol, Jugendherberge, Verpflegung und oft auch noch Skiausrüstung: Wer sein Kind auf die Wintersportwoche schickt, muss tief in die Tasche greifen. Laut der Servicestelle Schulsportwochen liegen die Kosten je nach Dauer zwischen 280 Euro für drei Tage und 600 Euro für fünf Tage pro Kind. Besonders ins Auge fällt der Preissprung bei Skikursen: „Verglichen mit vor zwei Jahren kostet es jetzt schon 150 Euro mehr“, sagte Barbara Hofmann vom Verband der Elternvereine in Wien der Krone.
Bis zu 600 Euro – und der Preissprung fällt auf
Laut Hofmann sind Sprachreisen nach wie vor am teuersten. Bei Skikursen falle es jedoch besonders auf, da die Preissprünge „extrem“ gewesen seien. Für viele Familien wird die Sportwoche dadurch zur echten Belastung.
„Viele Eltern sehen den Mehrwert nicht“
Hofmann erklärt auch, warum die Debatte in Wien besonders spürbar ist: Die Distanz zu den Skigebieten spielt eine Rolle, aber auch die Einstellung mancher Eltern. Sie merkt, dass „viele Eltern, die vielleicht selbst nicht Skifahren, den Mehrwert nicht sehen“. Eine Verkürzung der Kurse habe sie aber nicht bemerkt: „Wenn wir in Wien wegfahren, dann schon mehrere Tage.“
Schulsportwochen-Hunderter: 4800 Kindern geholfen
Laut der Servicestelle Schulsportwochen können Personen, die sich Skikurse und Ähnliches nicht leisten können, einen Antrag auf den 2023 eingeführten „Schulsportwochen-Hunderter” stellen. Damit wurde bereits mehr als 4.800 Kindern die Teilnahme ermöglicht – 50 Prozent aller Anträge kommen aus Wien. Zusätzliche Hilfe gibt es auch über die Elternvereine der jeweiligen Schulen oder die Bildungsdirektion. Die AK Wien rät Eltern zudem, sich bei Geldproblemen an die Direktion zu wenden, denn der Mehrwert für die Kinder ist sehr hoch.
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