Streit um 2,4 Millionen Euro Pension: ORF-Manager kündigt Klage an
Im Streit um eine mögliche Millionen-Pension verschärft sich der Konflikt beim ORF. Manager Pius Strobl kündigt rechtliche Schritte an, nachdem die neue Generaldirektorin Ingrid Thurnher eine entsprechende Vereinbarung erneut klar zurückgewiesen hat.
Der Streit um eine mögliche Millionen-Pension für ORF-Manager Pius Strobl spitzt sich weiter zu. Nachdem der Sender die Forderung erneut abgelehnt hat, kündigt Strobl nun eine Klage an. Im Raum steht eine mögliche Pensionsvereinbarung im Umfang von rund 2,4 Millionen Euro.
„Ich muss gar nichts unterschreiben“
Die neue ORF-Generaldirektorin Ingrid Thurnher bleibt bei der bisherigen Linie des Senders. In einem Interview mit der „Kronen Zeitung“ stellte sie klar, dass der ORF die Ansprüche weiterhin bestreitet. Eine entsprechende Vereinbarung sei bereits vor Jahren rechtlich überprüft worden.
Laut Thurnher hätten sowohl eine Rechtsanwaltskanzlei als auch ein Universitätsprofessor den Vertrag untersucht. Das Ergebnis: Die Vereinbarung sei nicht wirksam zustande gekommen. Deshalb bestehe aus Sicht des ORF auch kein Anlass für weitere Schritte. „Ich muss dazu gar nichts unterschreiben“, betonte die neue ORF-Chefin.
Strobl widerspricht
Pius Strobl widerspricht dieser Darstellung jedoch. Gegenüber dem „Standard“ erklärte der ORF-Manager, dass es aus seiner Sicht keinen Versuch gegeben habe, die Vereinbarung aufzulösen. Gleichzeitig bestätigte er, dass seine geforderte Pensionszulage vom ORF abgelehnt wurde.
Der Konflikt dürfte daher vor Gericht landen. Strobl kündigte an, die zugesagte Pension nach dem Ende seines Dienstvertrags einzuklagen. Dieser läuft am 31. Dezember 2026 aus. Erst danach könne der Anspruch rechtlich geltend gemacht werden.
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