Eine 2025 im Journal of Psychosomatic Obstetrics & Gynecology veröffentlichte US-Studie mit rund 1.900 Frauen zeigt, dass mehr als 70 Prozent ihre Abtreibung nicht im Einklang mit den eigenen Wünschen oder Wertvorstellungen erlebt haben. Nur knapp 30 Prozent bezeichneten die Entscheidung als vollständig gewollt.

Wie IMABE berichtete, kamen schon frühere Untersuchungen des Elliot Institute zu ähnlichen Ergebnissen. In einer Erhebung aus dem Jahr 2023 berichteten mehr als 60 Prozent der Frauen von erheblichem Druck – häufig durch Partner, Familie oder finanzielle Sorgen. Ebenso viele gaben an, sie hätten das Kind bei größerer Unterstützung oder mehr finanzieller Sicherheit ausgetragen.

Gesundheitlicher Einfluss

Auch die Folgen stehen im Fokus. Frauen, die eine Abtreibung als ungewollt oder erzwungen erlebten, berichten häufiger über langfristige psychische Belastungen.

Hinzu kommen mögliche medizinische Risiken: Eine US-Studie aus 2025 deutet auf ein erhöhtes Fehlgeburtsrisiko nach Abtreibungen hin, während eine kanadische Langzeitstudie mit 1,2 Millionen Schwangerschaften häufiger auftretende psychische Erkrankungen nach Abtreibungen als nach Geburten beschreibt.

Die Studien zeichnen damit ein klares Bild: Für viele Frauen ist die Entscheidung zur Abtreibung nicht nur ein medizinischer Eingriff, sondern eine soziale und psychische Belastungssituation.