Tödliche Gefahr im Schnee: Experten schlagen wegen Lawinen Alarm
Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) schlägt Alarm: Nach mehreren Lawinenunfällen mit Verletzten und mindestens zwei Todesopfern in diesem Jahr – darunter ein 13-jähriger Bub – warnt die Organisation vor einer derzeit akut gefährlichen Lawinensituation in Österreich.
Wintersportler sollen in den Alpen Lawinenlageberichte besonders genau lesen, Risiken vermeiden und nur mit passender Ausrüstung ins Gelände gehen.Das KFV warnt neben Ski-Fahrern auch Schneeschuhwanderer, Freerider, Splitboarder und Winterbergsteiger. „Die aktuellen Verhältnisse sind klare Lawinenverhältnisse. Das eigene Sicherheitsbewusstsein und Verhalten im alpinen Gelände ist ein maßgeblicher Sicherheitsfaktor“, sagt Johanna Trauner-Karner, Leiterin der KFV-Fachabteilung Sport- und Freizeitsicherheit.
Besonders heikel ist laut KFV die Warnstufe 3 („erhebliche Gefahr“). Viele unterschätzen diese Stufe, obwohl bereits eine einzelne Person eine Lawine auslösen kann – vor allem an steilen Hängen. Die Schneedecke sei dabei häufig nur schwach verfestigt und deshalb tückisch.
Jährlich 19 Tote durch Lawinenabgänge
Um das Risiko zu senken, rät das KFV zu klaren Regeln: steile Hänge meiden, ausreichend Abstände einhalten, Abfahrten einzeln durchführen und Touren sorgfältig planen. Gleichzeitig warnt Trauner-Karner davor, sich auf Erfahrung oder Material zu verlassen: „Selbst beste Ausrüstung und umfangreiches Wissen bieten keinen absoluten Schutz“ – das unterstreiche auch die KFV-Kampagne „Profis in der Lawine“.
Die Dimension bleibt groß: Im Schnitt sterben in Österreich jährlich 19 Menschen durch Lawinen, rund 198 werden verletzt, schreibt MeinBezirk. Das KFV appelliert daher, nie allein unterwegs zu sein, stets vollständige Notfallausrüstung mitzunehmen und im Ernstfall rasch zu handeln.
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