Im Zentrum steht ein 64-jähriger Mann aus Kärnten. Ihm wird vorgeworfen, bei einem sexuellen Würgespiel zu weit gegangen zu sein – mit fatalen Folgen. Sein deutlich jüngerer Partner überlebte das Treffen nicht. Der 37-Jährige wurde später leblos aufgefunden, Hinweise deuten auf Sauerstoffmangel während des Geschehens hin. Das Bett soll mit einem Plastikschutz überzogen gewesen sein, der BDSM-Knebel hätte sich außerdem noch um den Hals befunden, schreibt 5 Minuten.

Mildes Urteil wegen fahrlässiger Tötung

Bereits in erster Instanz wurde der Pensionist wegen fahrlässiger Tötung verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte die Situation falsch einschätzte und zu spät reagierte. Die Strafe fiel vergleichsweise mild aus: eine Geldstrafe von 1.400 Euro.

Doch damit ist der Fall noch nicht abgeschlossen. Die Staatsanwaltschaft zeigte sich mit dem Urteil unzufrieden und legte Rechtsmittel ein. Nun muss das Oberlandesgericht prüfen, ob die Entscheidung hält – oder ob es zu einer strengeren Beurteilung kommt.