Trotz 1.000 Unterschriften: BILLA schließt
Nach jahrelangem Einsatz ist nun endgültig Schluss: Eine langjährige Supermarktfiliale im Zentrum von Oberpullendorf schließt Ende Mai. Trotz intensiver Gespräche und einer Petition mit über 1000 Unterschriften konnte die Schließung nicht abgewendet werden. Für viele Menschen in der Stadt bedeutet das einen herben Verlust – ein Stück gewohnter Alltag verschwindet für immer.
„Wir haben wirklich alles versucht“, sagt Heisz gegenüber der Krone über seine Enttäuschung. „Aber am Ende entscheidet ein Konzern nach Zahlen.“ Für die Stadt sei das ein schwerer Schlag, für ihn persönlich ein schmerzhaftes Ende eines Kapitels, das 1980 begann. Damals wurde der Markt eröffnet, 35 Jahre später leitete Heisz zuletzt die Fleischabteilung. „Ich habe dort Generationen mitaufwachsen sehen. Dass es jetzt so endet, tut mir sehr leid.“
BILLA wurde erst vor fünf Jahren umgebaut
Besonders bitter: Erst vor fünf Jahren wurde die Filiale umfassend umgebaut, monatelang geschlossen und danach die Feinkostabteilung gestrichen. Rückblickend eine „klare Fehlentscheidung“, meint Heisz. Der Standort habe darunter gelitten, das Aus sei nun endgültig.
Die Reaktion der Bevölkerung war deutlich: Innerhalb von nur zehn Tagen unterschrieben über 1000 Menschen die Petition – in einer Stadt mit 3337 Einwohnern ein starkes Signal. Heisz ging selbst von Geschäft zu Geschäft, doch nichts konnte die Entscheidung ändern.
Für viele ältere Menschen, insbesondere im nahen Betreubaren Wohnen, ist die Schließung ein harter Schlag. Billa will zumindest einen kleinen Trost bieten: Das Unternehmen übernimmt die Kosten für einen Taxi-Shuttle, um die Bewohner zu umliegenden Märkten zu bringen.
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