Trotz massiver Schulden: Stadt Wien baut Luxus-WC um eine halbe Million Euro
Wiens Budget steht massiv unter Druck – doch in der Donaustadt wurde nun eine neue WC-Anlage um mehr als eine halbe Million Euro errichtet. Das Projekt wirft viele Fragen auf.
Die finanzielle Lage der Stadt Wien ist aufgrund massiver Schulden angespannt wie selten zuvor. Umso größer ist das Kopfschütteln über ein Projekt in der Donaustadt: Am Badeteich Hirschstetten wurde eine neue öffentliche WC-Anlage errichtet – Kostenpunkt rund 545.000 Euro, wie die Kronen Zeitung berichtet.
Auslöser war ein schwerer Vandalismusfall zu Silvester 2023. Damals wurde die bestehende Toilettenanlage mit Feuerwerkskörpern zerstört, die Druckwelle schleuderte eine Metalltür dutzende Meter weit. Verletzte gab es keine, der Schaden war jedoch erheblich. Zwei Jahre später liegt nun die Rechnung für den Neubau vor – und die hat es in sich.
177.000 Euro für Baumeisterarbeiten
Allein die Baumeisterarbeiten schlugen mit über 177.000 Euro zu Buche. Für vorgefertigte Sanitärmodule wurden knapp 196.000 Euro verrechnet, weitere 47.000 Euro entfielen auf die Dachkonstruktion. Auch der Abriss der alten Anlage kostete rund 35.000 Euro, selbst eine Fassadenbegrünung schlug mit über 1.300 Euro zu Buche.
Die neue WC-Anlage umfasst zwei Pissoirs, eine barrierefreie Kabine sowie eine Unisex-Toilette. Seitens der Stadt heißt es, man habe eine robuste, zeitgemäße Lösung für ein stark frequentiertes Naherholungsgebiet geschaffen. Die Kritik der Wiener ist jedoch massiv.
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