U-Bahn-Ärger in Wien: Brandneue X-Wägen schon kaputt
Gerade erst im Einsatz – und schon gibt’s die nächste Panne: Auf Wiens U2 und U3 sorgen defekte Schiebetritte beim neuen X-Wagen für einen Spalt zwischen Zug und Bahnsteig. Die Wiener Linien tauschen Teile aus, die Nachrüstung läuft bis September – zahlen muss Siemens.
„Mind the gap“ – diese Warnung kennt man aus London. Jetzt ist sie auch in Wien angekommen. Auf den Linien U2 und U3, wo der neue X-Wagen bereits unterwegs ist, sorgt ein Spalt zwischen U-Bahn-Tür und Bahnsteig für Aufmerksamkeit. Der Grund: Die Schiebetritte, die eigentlich automatisch ausfahren und den Abstand abdecken sollen, sind defekt und müssen getauscht werden. Das berichtet Die Presse am Wochenende.
Wie orf.at schreibt, traten die Störungen in den vergangenen Wochen immer häufiger auf – weil sich der Klapprahmen nicht mehr einziehen ließ. Die Wiener Linien haben sich deshalb gemeinsam mit dem Hersteller Siemens auf einen Austausch der betroffenen Teile geeinigt.
Konkret heißt es von den Wiener Linien: „Die bisherigen grauen Abdeckungen oberhalb der Klapprampe im Fahrgastinnenraum werden durch stabilere Alubleche ersetzt.“
Rollstuhlgerecht bleibt’s – aber nicht überall ohne Spalt
Wichtig laut Wiener Linien: Jeder Zug bleibt weiterhin rollstuhlgerecht. Bei allen betroffenen X-Wägen seien jene Türen nachgerüstet und in Ordnung, bei denen die Plätze für Menschen mit Behinderung sind bei den Rollstuhlplätzen. Bei anderen Türen bleibt der Spalt laut Bericht vorerst offen.
Die Wiener Linien betonen außerdem: „Die Behindertenverbände wurden von uns informiert und wir machen auch mit Durchsagen bei den jeweiligen Türen ohne Klapprampe darauf aufmerksam.“ Die Nachrüstungsarbeiten laufen noch bis September. Bezahlt wird das Ganze laut Bericht komplett von Siemens.
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