Im Sommer 2025 wurde erstmals ein Gewächshausschnegel in einem privaten Hausgarten nachgewiesen. Die aus Südwesteuropa stammende Art fühlt sich längst nicht mehr nur in Glashäusern wohl, sondern findet auch im Freiland geeignete Bedingungen. Problematisch ist ihr Fraßverhalten: Neben abgestorbenem Pflanzenmaterial stehen auch frische Blätter auf dem Speiseplan. Fachleute warnen daher vor möglichen Schäden in Beeten und Ziergärten, insbesondere wenn sich die Art weiter ausbreitet.

Wurm aus Down-Under als Gefahr für Böden

Besonders aufmerksam machte ein weiterer Fund in Dornbirn: Die Gelbstreifen-Landplanarie, eine Wurmart ursprünglich in Australien beheimatet, wurde auf einem Vorplatz entdeckt. Vermutlich gelangte das Tier über importierte Topfpflanzen nach Europa. Nachdem Anfang 2025 erstmals ein Exemplar in Wien dokumentiert worden war, gilt der Vorarlberger Nachweis als zweiter Fund in Österreich. Landplanarien können heimische Bodenorganismen verdrängen und damit empfindliche ökologische Gleichgewichte stören.

Räuber im Garten: Gottesanbeterin sorgt für Staunen

Für Überraschung sorgte auch das Auftauchen einer Asiatischen Gottesanbeterin in einem Vorarlberger Garten. Fangschrecken sind in der Region eigentlich nicht heimisch, weshalb unklar bleibt, ob es sich um ein entkommenes Terrarientier oder um ein eingeschlepptes Exemplar handelt. Die Art gilt als äußerst anpassungsfähig und ernährt sich ausschließlich räuberisch. Fachleute schließen nicht aus, dass sich langfristig ein neues Verbreitungsgebiet etablieren könnte.

EU-Liste wächst – Vorarlberg ist längst betroffen

Bereits zur Jahresmitte 2025 wurde deutlich, in welchem Ausmaß sich gebietsfremde Tierarten inzwischen in der Region Vorarlberg angesiedelt haben. Die Europäische Union hatte ihre Liste invasiver und gebietsfremder Arten aktualisiert. Mehrere neu aufgenommene Pflanzen- und Tierarten waren bereits in Vorarlberg nachgewiesen. Insgesamt stehen im Bundelsand mittlerweile rund 20 Arten auf dieser Liste.

Dazu zählen auch die Nosferatu-Spinne, aber auch Pflanzen wie der Japan- und der Sachalin-Knöterich, die sich seit Jahren hartnäckig halten und bereits Teil gezielter Bekämpfungsprogramme sind.