Unmittelbar nach der Feuer-Katastrophe: Neue Fotos zeigen Todes-Bar von Crans-Montana
Nach der grausamen Brandkatastrophe in der Bar „Le Constellation“ im Schweizer Skiort Crans-Montana sind erstmals Bilder aus dem Inneren des Gebäudes nach der Todesnacht veröffentlicht worden. Bei dem Feuer während einer Silvesterparty starben 41 Menschen, darunter viele Teenager. Die Aufnahmen zeigen das Ausmaß der Zerstörung nur Stunden nach dem Löschen der Flammen.
Fotos, die die Schweizer Staatsanwaltschaft jetzt veröffentlichte, dokumentieren die stark beschädigte Decke im Untergeschoss. Sie war ursprünglich mit Akustikschaum verkleidet, entzündete sich und verbrannte vollständig. Zu sehen sind auch der Barbereich und die Treppe ins Erdgeschoss – ein zentraler Fluchtweg, der viele Barbesucher das Leben kostete. Ermittler untersuchen, warum so viele Opfer am Fuß dieser Treppe gefunden wurden.
Brennbares Material an Notausgängen
Nach bisherigen Erkenntnissen könnten giftige Rauchgase zahlreiche Menschen getötet haben. Die Breite des Treppenaufgangs wird sicherheitstechnisch überprüft. Auch die aus Holz gebaute Treppenkonstruktion dürfte gegen Sicherheitsvorschriften verstoßen haben, da brennbares Material bei Notausgängen verboten ist.
Warum war die Tür verriegelt?
Im Erdgeschoss zeigen Bilder umgestürzte Möbel, offenbar die Folge einer Panik während der Flucht. Hinter einer braunen Servicetür saßen mehrere Menschen fest. Das Schloss dieser Tür war in der Brandnacht verriegelt, obwohl es laut Betreiber normalerweise offen sein sollte. Nach Zeugenaussagen wurde es gewaltsam geöffnet, um eingeschlossene, teils bewusstlose Gäste zu retten. Wer den Riegel geschlossen hatte, ist Gegenstand der Ermittlungen. Ein verdächtigter Mitarbeiter bestreitet die Vorwürfe.
Unter den 41 Todesopfern im Alter zwischen 14 und 39 Jahren sind 23 Schweizer, darunter ein Doppelstaatler mit französischer Staatsangehörigkeit, sowie 18 ausländische Gäste. Zu ihnen zählen acht Franzosen, sechs Italiener, eine Belgierin, eine Portugiesin, ein Rumäne und ein Türke. Die Ermittlungen zur Brandursache und zu möglichen Sicherheitsmängeln laufen.
Dieser Beitrag ist ursprünglich bei unserem Partner-Portal NIUS erschienen.
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