Vermisste Steirerin wohl schwanger: Cobra-Beamter weiter unter Druck
Das Rätsel um das Verschwinden einer 34-jährigen Steirerin wird immer dramatischer. Ein Cobra-Beamter steht weiterhin im Fokus der Ermittlungen. Neue Details sorgen für zusätzliche Brisanz. Die Sorge um die junge Frau wächst von Stunde zu Stunde.
Von Johanna G. aus Tillmitsch fehlt seit Tagen jede Spur. Die engagierte Fitnesstrainerin und Wellnesscoach ist nach einem Treffen mit einem Polizeibeamten verschwunden. Während die Ermittlungen auf Hochtouren laufen, rückt ein heikler Umstand immer stärker in den Vordergrund und setzt die Ermittler zusätzlich unter Druck.
Cobra-Beamter weiter verhört
Im Fall der vermissten Johanna G. wird der 30-jährige Verdächtige auch am Dienstag weiter einvernommen. Das hat Polizei-Sprecher Markus Lamb bestätigt. Zusätzlich sollen weitere Personen aus dem Umfeld der 34-Jährigen sowie des festgenommenen Beamten befragt werden.
Der Polizist aus der Südoststeiermark war am Montag festgenommen worden, nachdem er zunächst abgestritten hatte, ein Treffen mit Johanna G. gehabt zu haben. Erst als der Kontakt in einem Chat mit einer Freundin der Vermissten auftauchte, gab er zu, die Frau getroffen zu haben. Mit ihrem Verschwinden wolle er jedoch nichts zu tun haben. Aufgrund widersprüchlicher Angaben werden seine Aussagen nun jedoch detailliert überprüft, insbesondere, wie er das vergangene Wochenende verbracht hat.
Ermittler schließen nichts aus
Der Verdächtige darf bis zu 48 Stunden in Polizeigewahrsam bleiben. Anschließend muss entschieden werden, ob er freigelassen oder in eine Justizanstalt überstellt wird. Letzteres ist nur bei einem entsprechend schweren Tatverdacht möglich.
Laut den Ermittlern gibt es derzeit keine Hinweise auf ein Gewaltverbrechen. Weder in der Wohnung der Vermissten noch in der des Beamten wurden verdächtige Spuren gefunden. Allerdings wurden noch nicht alle Spuren ausgewertet. Die Dienst- und Privatwaffen des Polizisten wurden vorsorglich sichergestellt. Die Polizei betont, dass weiterhin in alle Richtungen ermittelt wird.
Vermisste soll schwanger sein
Am Dienstag brachte die Bestätigung von Medienberichten, wonach Johanna G. wohl schwanger gewesen sein dürfte, zusätzliche Brisanz. Diese Information stammt laut Polizei aus dem Umfeld der Vermissten. Ob eine mögliche Schwangerschaft ein Motiv darstellen könnte, ist derzeit nicht bestätigt.
Die Sorge um die 34-Jährige ist groß. Freunde und Familie beschreiben sie als sportlich, lebensfroh und abenteuerlustig. Sie liebte Roadtrips, Kickboxen und Eisbaden, verbrachte im vergangenen Herbst längere Zeit in Portugal und schrieb damals auf Facebook: „Ich fühle mich beim Reisen mit dem Van so unglaublich frei, leicht und unbeschwert.“
Erst im Oktober 2023 hatte sie sich nach einem schweren Bandscheibenvorfall und einer Notoperation zurück ins Leben gekämpft – zunächst mit Krücken, später wieder aktiv als Fitnesstrainerin.
Mutter erstattete Vermisstenanzeige
Nachdem sie ihre Tochter nicht mehr erreichen konnte, erstattete die Mutter der 34-Jährigen am Samstag Anzeige. Seit Freitag fehlt von Johanna G. jede Spur. Es wurden bereits mehrere Suchaktionen durchgeführt, unter anderem entlang ihrer bekannten Laufstrecken. Die Fahndung nach der über 1,70 Meter großen, sportlichen Blondine läuft weiter auf Hochtouren.
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