Vorarlberger wegen Geldwäsche-Verdachts in Nigeria verhaftet
Berichten Vorarlberger Medien zufolge soll der Mann bei der geplanten Ausreise aus dem afrikanischen Land über 800.000 US-Dollar und mehr als 650.000 Euro bei sich gehabt haben – ohne die Devisen bei den Behörden deklariert zu haben.
Ein Vorarlberger Textilunternehmer sitzt in Nigeria wegen Verstoßes gegen das Geldwäschegesetz in Haft. Am Freitag ist eine Verhandlung vor Gericht angesetzt. Der Vorarlberger beteuert seine Unschuld.
Geld in Koffer verstaut
Das Außenministerium bestätigte auf APA-Anfrage, dass sich ein Österreicher in Nigeria in Haft befindet. Die zuständige österreichische Botschaft in der nigerianischen Hauptstadt Abuja stehe mit dem Betroffenen in Kontakt und leiste konsularische Unterstützung, hieß es. Der Mann habe eine eigene Rechtsvertretung. Weitere Informationen wurden aus Datenschutzgründen nicht erteilt.
Der Unternehmer wurde Mitte Dezember 2025 bei der Ausreisekontrolle am Flughafen der nigerianischen Metropole Lagos überprüft. Angeblich hatte er das Geld in einem Koffer verstaut. Wegen Verstoßes gegen das Geldwäschegesetz wurde er festgenommen und sitzt seither in Lagos in Haft. Während die Staatsanwaltschaft den Vorarlberger in Untersuchungshaft sehen möchte, versucht die Verteidigung, ihren Mandanten gegen Kaution frei zu bekommen. Die diesbezügliche Entscheidung soll am Freitag fallen.
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