Schuch-Gubik: „Ein Lügner soll jetzt WHO-Chef werden?"
Die mögliche Nominierung eines umstrittenen Ex-Gesundheitsministers für die Weltgesundheitsorganisation entfacht neue Debatten über Corona-Politik, Impfpflicht und fehlende Aufarbeitung.
In exxpress live wurde auch die Personalie Karl Lauterbach heiß diskutiert. Zu Gast Bernhard Heinzlmaier und FPÖ-Abgeordnete Lisa Schuch-Gubik. Die mögliche Ernennung des früheren deutschen Gesundheitsministers an die Spitze der WHO sorgte für besonders scharfe Wortmeldungen.
„Alle gescheiterten Politiker landen in internationalen Topjobs“
Für Lisa Schuch-Gubik ist die Causa symptomatisch: Nationale Politiker hinterließen „Scherbenhaufen“ – und würden anschließend in internationale Spitzenfunktionen gehievt. Lauterbach sei dafür das jüngste Beispiel.
Seine Rolle während der Corona-Pandemie wurde in der Runde massiv kritisiert: harte Lockdowns, Schulschließungen, Impfpflicht-Debatten. Besonders im Fokus standen Aussagen zur angeblichen Nebenwirkungsfreiheit der Impfstoffe.
„Zuerst hieß es: nebenwirkungsfrei. Später: so war das nicht gemeint“, so der Vorwurf. Für die FPÖ-Politikerin ist das keine unglückliche Kommunikation, sondern bewusste Irreführung. Heinzlmaier spricht offen von „Vertrauensbruch“ und sieht die Bevölkerung durch Politik und internationale Organisationen manipuliert.
„Keine Aufarbeitung – nur Machtzuwachs“
Kritik entzündet sich nicht nur an Lauterbach persönlich, sondern am System dahinter. Die WHO habe während der Pandemie enormen Einfluss gewonnen – nun drohe mit einem neuen Pandemieabkommen weiterer Machtzuwachs.
Schuch-Gubik warnt vor „Durchgriffsrechten von oben“, Heinzlmaier spricht von einem „Zwangsstaat“, dessen Ausmaß viele erst in der Krise realisiert hätten. Schulschließungen, Besuchsverbote in Pflegeheimen, gesellschaftliche Spaltung zwischen Geimpften und Ungeimpften – all das sei bis heute nicht seriös aufgearbeitet.
Schütz lenkt den Blick auf die gesellschaftlichen Folgen: psychische Belastungen bei Jugendlichen, Vertrauensverlust in Institutionen, Polarisierung. „Das verschwindet nicht einfach“, lautet die Einschätzung.
Die Kernfrage bleibt: Kann jemand, der für viele Bürger mit harten Maßnahmen und widersprüchlichen Aussagen verbunden ist, eine weltweite Gesundheitsorganisation glaubwürdig führen?
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