Konkret betrifft die Regelung die Fairview School in Calgary, berichtet die Daily Mail. Schüler der unteren Klassen durften zeitweise bestimmte Bereiche nicht zum Essen nutzen, ältere Schüler sollten sogar während der gesamten Pause im Speisesaal nichts konsumieren. Die Maßnahme sollte laut Schulleitung Rücksicht auf fastende Kinder nehmen.

Schulbehörde verteidigt Vorgehen

Doch viele Eltern reagieren fassungslos. Sie kritisieren, dass nicht fastende Schüler dadurch eingeschränkt würden – und zwar in einer Situation, in der sie eigentlich essen sollten. Unklar blieb zunächst auch, wohin die betroffenen Kinder ausweichen konnten.

Besonders brisant: Bei schlechtem Wetter sollte die gesamte Aufenthaltsfläche sogar komplett zur essensfreien Zone werden. Für viele Familien geht das deutlich zu weit. Sie sehen darin eine einseitige Rücksichtnahme, die andere Schüler benachteiligt.

Die zuständige Schulbehörde verteidigt das Vorgehen grundsätzlich. Schulen hätten die Möglichkeit, auf religiöse und kulturelle Bedürfnisse einzugehen. Gleichzeitig betont man jedoch, dass es keine generellen Änderungen an den Mittagspausenbereichen gegeben habe.

Der Fall erinnert an ähnliche Debatten in Europa. Auch in Deutschland sorgten zuletzt Anweisungen an Schüler, beim Essen Rücksicht auf fastende Mitschüler zu nehmen, für Kritik.