Alle warten gespannt, ob und falls ja, wann alles ans Tageslicht kommt. Anonyme WhatsApp-Nachrichten erreichen derzeit Redaktionen österreichischer Medien, gespickt mit angeblichem Insiderwissen aus dem ORF. In der Medienblase wird seit Tagen über ein besonders brisantes Gerücht gesprochen – doch öffentlich ausgesprochen wird es bislang kaum.

Das heißeste Gerücht, das derzeit vom Küniglberg, dem Sitz des ORF, in die Innenpolitik sickert: Ein grüner Ex-ORF-Funktionär soll hinter dem Rücktritt von Roland Weißmann stehen. Weißmann hatte erst vor kurzem überraschend seinen Rückzug als ORF-Generaldirektor erklärt, nachdem interne Vorwürfe und Diskussionen rund um seine Position aufgekommen waren.

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Die Tageszeitung „Heute“ etwa spricht von einem „langjährigen Küniglberg-Mitarbeiter“, der hinter einer möglichen „Intrige“ stecken soll. Dem Bericht zufolge könnte es sich um einen ehemaligen grünen Funktionär handeln. Gleichzeitig ist auch von einer „langjährigen Führungskraft“ die Rede, bei der es sich laut dem Bericht um einen SPÖ-nahen Spitzenmann handeln soll.

„Heute“ zitiert zudem einen „hochrangigen ORF-Insider“, der sogar von einem „Anschlag“ auf Weißmann spricht und Parallelen zum berüchtigten „Ibiza“-Video zieht.

Vorwürfe nicht bestätigt

Offiziell bestätigt ist von diesen Vorwürfen bislang nichts. Doch klar ist: Die Affäre rund um den Rücktritt des ORF-Chefs entwickelt sich immer mehr zu einem Polit- und Medienkrimi – und viele Beobachter erwarten, dass in den kommenden Tagen noch weitere Details ans Licht kommen könnten.