Zwei Orte, ein Olympia-Start – doch die Stimmung könnte unterschiedlicher kaum sein. Während im Mailänder San Siro die große Eröffnungsparty der Olympischen Spiele steigt, herrscht im Wintersportort Cortina zunächst Ernüchterung.

Hunderte Fans stehen in den engen Gassen der Stadt und warten auf den Beginn der Zeremonie. Doch statt Bildern aus Mailand bekommen viele von ihnen vor allem eines zu sehen: Werbung. Auf den Bildschirmen außerhalb der provisorischen Absperrungen läuft nicht die Eröffnungsshow, sondern kommerzielle Clips. Von der Hauptzeremonie ist nichts zu sehen.

Frust bei den Fans

Die Enttäuschung ist groß. Ein Fan aus Deutschland bringt es gegenüber 20 Minuten deutlich auf den Punkt: „Das ist doch alles ein Kack.“ Ein anderer erklärt: „Diese Feier hätte ich auch vor dem TV sehen können, und ich hätte mehr gesehen.“ Viele der angereisten Zuschauer verfolgen den Beginn der Eröffnungsfeier notgedrungen auf ihren Handys.

Später doch noch Bewegung

Erst später kommt in Cortina etwas Stimmung auf. Als in Mailand die Athleten ins Stadion einlaufen, bekommen auch die Fans im Ort etwas zu sehen. Die Sportler, die in Cortina im Einsatz sind, ziehen durch die Straßen – ein sogenannter Walk durch die Stadt.

Doch im Vergleich zur pompösen Inszenierung im San Siro bleibt alles deutlich kleiner. Die Feier in Cortina findet nur in einem überschaubaren Rahmen statt und wirkt auf viele Besucher wenig durchdacht.