Es knallt am Küniglberg. Im Hearing von Favorit Clemens Pig ist es laut „Standard” zum offenen Schlagabtausch zwischen dem früheren APA-Chef und FPÖ-Stiftungsrat Peter Westenthaler gekommen. Schon am Morgen hatte Westenthaler angekündigt: „Ich werde solange fragen, bis ich eine Antwort bekomme.” Er hält Wort.
Der Verdacht kursiert bereits seit Tagen: Die auf KI-Erkennung spezialisierte Plattform plagiatsgutachten.com hatte Pigs Bewerbungsschreiben analysiert und kam nach eigenen Angaben auf einen hohen KI-Anteil – Pig kündigte demnach an, gegen den Vorwurf vorzugehen.
Doch das ist nicht der einzige Konflikt, der heute im Hintergrund schwelt. Brisant: In der Nacht vor der Wahl erhielten die 35 Stiftungsräte von einer anonymen Mailadresse sieben Seiten mit warnenden Rechtstipps – eine „rechtliche Einschätzung” über mögliche Folgen einer unsachlichen Entscheidung. Verfasst hat sie der Rechtsanwalt Johannes Zink.
Genau darauf hatte Stiftungsratsvorsitzender Heinz Lederer schon am Vormittag reagiert: Man werde sich „sicherlich nicht von irgendjemandem unter Druck setzen lassen”, die Räte seien durch das Gesetz geschützt. Jetzt kontert Zink: „Wenn man mit der Beantwortung einer rechtlichen Frage Druck auf Menschen ausübt, dann wohl nur, wenn diese im Begriff sind, Rechtsbruch zu begehen.”
Mitten in dieses aufgeheizte Klima wird die nächste Kandidatin gehen: Eva Schütz, Herausgeberin von exxpress, hat als Vierte ihr Hearing. Wir bleiben dran!

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