FPÖ-Stiftungsrat Peter Westenthaler kommt erneut aus dem Sitzungssaal zu den Journalisten und liefert das nächste Statement. Diesmal erklärt er seinen vieldiskutierten Zuruf „Putz di” an den Vorsitzenden-Stellvertreter Gregor Schütze: Er habe Favorit Clemens Pig „gern und gut” befragt, doch Schütze habe sich eingemischt und Pig zu Hilfe eilen wollen. Das gehe nicht – Pig brauche keine Unterstützung von Schütze.
An seiner Prognose lässt Westenthaler keinen Zweifel: „Er wird eh gewinnen”, sagt er über Pig – das sei bis ins letzte Detail „ausgepackelt”. Zwei, drei Mal sei die Stimmung im Stiftungsrat heute „ein bisschen hochgekocht, emotional” gewesen.
Das Hearing von Johannes Larcher empfand Westenthaler als „erfrischend”. Larcher habe offen gesagt, mit wem er sich aus der Politik im Vorfeld getroffen habe – das sei, so Westenthaler, zugleich der Grund, „warum er es vermutlich nicht wird”.
Eine offizielle Bewertung der Kandidaten dürfe er nicht abgeben, betonte Westenthaler – die Bandbreite reiche von sehr guten bis zu sehr enttäuschenden Präsentationen. Bei vier noch ausstehenden Bewerbern und einem Schnitt von rund eineinhalb bis zwei Stunden pro Hearing rechnet er damit, dass es Mitternacht werden dürfte.
Unterdessen sorgte Larcher beim Hinausgehen noch für einen Schmunzler: Er stolperte versehentlich durch die falsche Tür in die Medienlounge. „Ich bin nicht qualifiziert für den Generaldirektor, ich habe die falsche Tür genommen”, scherzte er. Vier Bewerber fehlen noch: Markus Breitenecker (dieser stellt sich aktuell dem Hearing), Robert Altenburger, Lisa Totzauer und Sonja Sagmeister.
Ein Detail am Rande, welches von Journalsiten des Kuriers berechnet wurde: Die 35 Stiftungsräte erhalten für den Tag 100 Euro Sitzungsgeld. Nach inzwischen rund achteinhalb Stunden Sitzung und mit noch vier ausstehenden Hearings wird der Stundenlohn allerdings immer magerer.

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