Es ist soweit: Heute entscheidet der 35-köpfige ORF-Stiftungsrat am Küniglberg, wer den ORF ab 2027 führt. Ich, Anna-Sophie Prosquill bin live vor Ort und nehme Sie heute mit – durch die Gänge, die Statements und das Warten auf die wichtigste Personalentscheidung der heimischen Medienlandschaft.
Angekommen um 9.45 Uhr, wurde ich sehr zuvorkommend empfangen: Beim Kramen nach dem Presseausweis hielt man mir die Jacke um mich in meiner Tasche zurecht zu finden. Danach wurde ich von einer sehr freundlichen Mitarbeiterin hinauf in die Medienlounge begleitet, wo ich mitten in die ersten Pressestatements hineinplatzte.
Den Auftakt machten zwei zentrale Figuren des Tages. FPÖ-Stiftungsrat Peter Westenthaler ließ keinen Zweifel, dass für ihn nach dem TV-Auftritt der Kandidaten am Montag viele Fragen offen sind – vor allem an Favorit Clemens Pig: Wie groß ist die Distanz zur Macht, vom Küniglberg zum Ballhausplatz? Mit wem wurde gesprochen, mit wem nicht? Sein Tenor: „Ich werde heute solange fragen, bis ich eine Antwort bekomme.”
Deutlich gelassener Stiftungsratsvorsitzender Heinz Lederer: Mehrere Stunden werde man heute verbringen, der ORF gehöre dem Publikum und den Gebührenzahlern. Erstmals komme das Europäische Medienfreiheitsgesetz zur Anwendung – „minutiös” werde man es erfüllen. Eine mögliche Anfechtung der Wahl? Das stehe jedem frei, „Erfolg wird es wohl eher keinen haben”. Und wie lange der Tag dauert? Ein Ende konnte er nicht nennen – immerhin wünschte er allen „viel Spaß”. Wie spaßig es wird werde ich Sie noch wissen lassen!
Ich bleibe laufend dran! Wenn Sie fragen haben, lassen Sie mich das in den Kommentaren wissen.

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