Wie im Action-Kino: Spektakuläre 6-Stunden-Rettungsaktion
Dichter Nebel verhinderte den Hubschraubereinsatz – deshalb mussten 35 Retter eine 21-jährige Tschechin in einer aufwändigen Seilaktion aus der Felswand am Hochlantsch bergen. Über sechs Stunden dauerte die Rettung, bis die junge Frau sicher im Tal ankam. Ihr Begleiter wurde von einem Bergführer ins Tal begleitet.
Am Samstag kam es am Hochlantsch in der Steiermark zu einem dramatischen Bergeinsatz. Eine 21-jährige Tschechin musste aus einer alpinen Notlage befreit werden, nachdem sie am Franz-Scheikl-Naturfreunde-Klettersteig nicht mehr weiterkonnte. Dichter Nebel machte eine Hubschrauberrettung unmöglich – die Einsatzkräfte mussten auf eine seiltechnische Bergung zurückgreifen.
Die junge Frau war mit einem 23-jährigen Landsmann gegen 11 Uhr in Breitenau gestartet, beide waren für die Klettertour ausgerüstet. Doch bereits nach einem Drittel des Steigs der Schwierigkeitsstufe C bekam die 21-Jährige massive körperliche Probleme. Nachkommende Kletterer alarmierten die Polizei. In einer groß angelegten Aktion rückten die Alpinpolizei, die Bergrettung Hochschwab und die Feuerwehr Breitenau am Hochlantsch aus. Insgesamt 35 Retter waren beteiligt.
Stundenlange Seilbergung aus der Felswand
Da der Nebel einen Hubschraubereinsatz verhinderte, wurde die Tschechin nach einer Erstversorgung durch Notfallsanitäter in einer spektakulären Seilaktion aus der Felswand geborgen. Ganze sechs Stunden dauerte der Einsatz, ehe die Frau sicher ins Tal gebracht werden konnte.
Ihr 23-jähriger Begleiter blieb unverletzt und wurde von einem Bergführer der Alpinpolizei über den Klettersteig ins Tal begleitet. Nach der Rettung begaben sich beide nach einer ärztlichen Begutachtung selbstständig in medizinische Behandlung.
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