Nach dem tödlichen Brand in einer Bar im Schweizer Skiort Crans-Montana kommen immer mehr Details ans Licht: Laut den bisher bekannten Informationen sollen Sprühkerzen das Feuer ausgelöst haben. Die Katastrophe mit mindestens 40 Todesopfern sorgt nun auch in Wien für unmittelbare Reaktionen.

Als erstes prominent reagierendes Lokal nennt das Material die Wiener Kult-Bar Bettel-Alm. Auf Facebook kündigte das Lokal ein klares Verbot an:
„Aufgrund der aktuellen Ereignisse haben wir uns entschieden, bis auf Weiteres auf Sprühkerzen (Tischfeuerwerk) beim Flaschenservice zu verzichten.“
Dazu schreibt die Bettel-Alm: „Unsere Gedanken sind bei den Opfern in der Schweiz – vielen Dank für euer Verständnis.“

Auch die Aristo Bar in Grinzing will Sprühkerzen künftig nicht mehr anbieten. Das Lokal erklärt auf Facebook:
„Auch wenn wir besondere Momente lieben und gerne feiern: In Zeiten wie diesen ist es uns wichtig, ein Zeichen der Rücksichtnahme und Solidarität zu setzen.“

Keine Überstellung nach Österreich – vorerst

Parallel läuft in der Schweiz die Debatte über die medizinische Versorgung der Verletzten. Österreich hatte Hilfe angeboten, doch die geplante Überstellung von sechs Patienten nach Wien und Graz wurde laut Material abgesagt: Zwei Personen benötigen keine Intensivbetreuung mehr, vier weitere werden auf Wunsch nach Frankreich und Belgien verlegt. Ob weitere Opfer nach Österreich kommen, entscheiden die Schweizer Behörden.

Ermittlungen laufen

Die Ermittlungen gehen auf Hochtouren weiter. Geprüft werden laut Material unter anderem Umbauarbeiten, Betriebsgenehmigungen, Sicherheitsmaßnahmen sowie Flucht- und Evakuierungswege. Auch Anklagen wegen fahrlässiger Tötung seien nicht ausgeschlossen – konkrete Beweise gebe es aber noch nicht.