Die Aufnahmen stammen vom 20. Februar 2026. An diesem Abend kamen zahlreiche Muslime am Times Square zusammen, um gemeinsam Tarawih-Gebete zu verrichten – die traditionellen nächtlichen Zusatzgebete im Fastenmonat Ramadan. Dann folgt jener Passus, der seither viral geht.

„Takbir!“

Der Vorbeter heizt die Stimmung mit Mikrofon an: „Gebt mir doppelt so viel – oder macht jetzt unten rechts richtig Lärm!“ Dann ruft er der Menge „Takbir!“ zu – der Aufruf, auf den mit „Allahu akbar“ („Gott ist größer“) geantwortet wird. Die versammelten Teilnehmer reagierten geschlossen und lautstark.

Er fügt hinzu: „Oh, erschreckt sie nicht, Brüder, entspannt euch.“ Anschließend spielt er auf Social-Media-Videos an: „Wer hat diese Videos gesehen, wo sie sagen: ‚Oh mein Gott, die Muslime übernehmen New York‘? Habt ihr die gesehen?“ Dann der zentrale Satz: „Lasst sie wissen, dass wir New York City übernehmen! Takbir!“ Wieder schallt ein lautes „Allahu Akbar“ über den Platz.

Wut und Alarm-Stimmung auf X

Unter dem viralen Clip kippt die Stimmung auf X deutlich ins Negative. Der Post erzielt hohes Engagement (mehr als 2.600 Likes, rund 1.300 Reposts und mehr als 620 Reaktionen). Vielen Nutzen interpretieren die Szene als „Übernahme“ oder als Bedrohung.

Einige User ziehen direkte Vergleiche zum Terror vom 11. September („Zeit, uns unser Land zurückzuholen – das sind dieselben Leute, die das World Trade Center bombardiert haben“). Andere fordern politische Gegenmaßnahmen („Wir brauchen eine Verfassungsänderung“). Ein Nutzer aus dem Iran schreibt, solche Bilder kämen ihm „schmerzhaft vertraut“ vor. Mehrere fordern: „Geht zurück in eure Länder!“

Imam: „Vielleicht bald der zweite Bürgermeister“

In einem weiteren Clip wird der Vorbeter interviewt. Angesprochen auf Zohran Mamdani, den ersten muslimischen Bürgermeister New Yorks, erklärt er: „Ich freue mich, dass wir anfangen, in der Gesellschaft als Gleichberechtigte wahrgenommen zu werden, denn wir sind gleichberechtigt.“ Und weiter: „Die Fortschritte, die Muslime in die ganze Welt gebracht haben, waren unglaublich – von der Algebra bis zur Astronomie. Dass wir einen ersten muslimischen Bürgermeister haben, alhamdulillah, das ist großartig. Aber vielleicht sehen wir bald den zweiten.“