Die Show ist an Skurrilität nicht zu überbieten: Eine nackte Frau hängt aus einer Glocke, andere sausen mit dem Jetski über den geklärten Urin-Pool. Auch Besucher können zur Vorstellung beitragen – mit dem Verrichten ihrer Notdurft in einer Bauarbeitertoilette. Mit feierlichen Worten eröffnet Babler die Biennale, während über ihm eine Performerin als Köchin das Ende „patriarchaler Geschichte und religiöser Autorität” ausläutet. Oe24 berichtete.

Bablers Eröffnungsrede: „Kunst darf irritieren"

Bereits am Vortag machte sich der Vizekanzler in seiner Dienst-Limousine auf den Weg nach Venedig, um dort seine Eröffnungsrede zu halten. „Die Aufgabe der Politik ist nicht, Kunst zu zähmen. Die Aufgabe der Politik ist es, ihre Freiheit zu schützen – gerade dann, wenn sie unbequem wird”, so Babler. Die Teilnahme an der Biennale sei für Österreich ein wichtiges Zeichen: „Wir nehmen Kunst ernst. Und wir nehmen ihre Freiheit ernst.” Er schloss mit den Worten: „Lassen Sie sich herausfordern. Lassen Sie sich irritieren. Lassen Sie sich berühren.”

FPÖ fordert Bablers Rücktritt

FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz übt scharfe Kritik: „Da reist der Vizekanzler mitten in der Rekordteuerung, mitten in einer Budgetkrise auf Kosten der Steuerzahler nach Venedig, um eine 600.000-Euro-Steuer-Show im Riesen-Klo zu verteidigen, und drückt der Künstlerin auch noch ein Bussi auf.”

Schnedlitz fordert den sofortigen Rücktritt des Kulturministers – wer 600.000 Euro Steuergeld in einer Urin-Show versenke, habe im Amt nichts mehr verloren. Es brauche endlich einen Volkskanzler, der „wieder Politik für die hart arbeitende Bevölkerung macht – nicht für eine abgehobene Kulturschickeria”, so Schnedlitz.

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