Alkohol am Steuer: SPÖ-Bürgermeister verliert Führerschein
Vier Bier, 600 Meter Autofahrt – dann die Polizeikontrolle. Am Rosenmontag wurde der SPÖ-Bürgermeister von Langenstein mit 0,55 mg/l gestoppt. Seinen Führerschein ist er nun für einen Monat los, ein Rücktritt kommt für ihn aber nicht infrage.
Der SPÖ-Bürgermeister von Langenstein wurde nach vier Bier und 0,55 Promille von der Polizei gestoppt.APA/TANJA UNGERBÖCK
Der Fasching endete für Christian Aufreiter alles andere als lustig. Der SPÖ-Ortschef der 2.500-Einwohner-Gemeinde Langenstein (Oberösterreich) setzte sich nach einem „feuchtfröhlichen Nachmittagstermin” ins Auto, obwohl er eigenen Angaben zufolge vier Bier getrunken hatte. Kurz darauf folgte ihm die Polizei. Das Ergebnis: 0,55 mg/l, Führerschein weg. In der Krone zeigt sich der 56-Jährige schuldbewusst, politische Konsequenzen will er jedoch keine ziehen.
Bei einer erstmaligen Begehung zwischen 0.4-0.59 mg/l wird die Lenkerberechtigung für einen Monat entzogen.
Vier Bier, 600 Meter – dann der Alkotest
„Um kurz vor 18:30 Uhr bog ich bei der Heimfahrt in eine Quergasse ein und sah danach, dass die Polizei mir folgte. Nachdem ich das Auto vor der Haustür abgestellt hatte, forderten mich die Beamten zum Alkotest auf. Ich habe sofort gesagt, dass ich vier Bier getrunken habe“, schildert Aufreiter den Vorfall. Das Messgerät zeigte 0,55 mg/l an, was etwas mehr als 0,8 Promille sind.
Die Strecke war kurz – rund 600 Meter. „Ich gehe davon aus, dass der Führerschein nun für einen Monat weg ist und ich eine Geldstrafe bekomme. Es war großer Blödsinn. Zum Glück ist nichts passiert, und beim Einsteigen hatte ich ein gutes Gefühl. Ich habe mich fahrtauglich gefühlt“, so der seit 2009 amtierende Bürgermeister selbstkritisch.
Selbstkritisch fügte er hinzu: „Ich hätte die Strecke auch locker zu Fuß gehen können. Ich war einfach nur bequem. Vielleicht habe ich die Biere auch in kurzer Zeit viel zu schnell getrunken.“
Rücktritt? „Wegen so einer Kleinigkeit“ nicht
Weitere Konsequenzen will der langjährige Ortschef nicht ziehen. „Ich bin auch nur ein Mensch wie jeder andere. So etwas kann jedem passieren, auch einem Bürgermeister. Wegen so einer Kleinigkeit werde ich nicht zurücktreten. Ich stehe zu meinem Fehler und bereue den Blödsinn“, sagt Aufreiter.
Brisantes Detail: „Es ist nicht das erste Mal, dass ich erwischt wurde. Die Sache ist aber gut 40 Jahre her. Da war ich jung und dumm.“ Schon als Teenager verlor er wegen Alkohol am Steuer den Führerschein. Knapp vier Jahrzehnte später wiederholt sich der Vorfall – dieses Mal als Bürgermeister.
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