„Alles gut gemeint, aber nicht gut gemacht“: Eva Schütz knöpft sich Regierung vor
In „Talk im Hangar 7“ kritisiert Eva Schütz, Herausgeberin des exxpress, die Regierung und deren Reformansätze scharf. Sie fordert mutige Strukturreformen und übt scharfe Kritik an den Maßnahmen der SPÖ.
In der aktuellen Diskussion über die Zukunft Österreichs und die Regierungsarbeit zog exxpress-Herausgeberin Eva Schütz in der Sendung „Talk im Hangar 7“ eine scharfe Bilanz. Im Mittelpunkt stand die Frage, ob das Jahr 2026 wirklich besser wird als das Krisenjahr 2025. Eine Ansicht, die laut einer aktuellen Umfrage nur von 15 Prozent der Österreicher geteilt wird. Schütz kritisierte vor allem die aktuelle Regierung und äußerte wenig Hoffnung auf eine baldige Besserung. Insbesondere die Maßnahmen der SPÖ, wie die Senkung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel, wurden dabei scharf hinterfragt. In der Runde diskutierten außerdem Christoph Badelt, Stefan Kaineder, Peter Hajek und Georg Dornauer mit.
Die Regierung verliert das Vertrauen
„Es gibt eine gewisse Diskrepanz zwischen dem Optimismus, den man gerne verspüren würde, und der Realität“, so Eva Schütz. Die Regierung habe mit ihrer aktuellen Politik zunehmend das Vertrauen der Bevölkerung verloren, so die exxpress-Herausgeberin. Die geringe Zustimmung der Bevölkerung sei ein Problem, dessen sich die Regierung „wohl bewusst ist“, aber dennoch an ihrer Linie festhält. Laut Schütz blicken die Österreicher pessimistischer auf das Jahr 2026, da sie das Gefühl haben, dass die Regierung nichts zur Lösung der drängenden Probleme beiträgt.
SPÖ-Maßnahmen ohne Wirkung
Ein weiterer Punkt, den Schütz ansprach, war die „völlig sinnlose Maßnahme der SPÖ“, speziell in Bezug auf die Mehrwertsteuer. „Sehr viele Menschen werden es nicht merken“, kritisierte sie und fügte hinzu: „Die Zufriedenheit wird nicht steigen, und die Menschen, die es wirklich brauchen, bekommen zu wenig davon.“ Dies sei nur ein weiteres Beispiel für die politischen Fehlentscheidungen der SPÖ. Schütz zog Parallelen zum Klimabonus, der ebenfalls „ohne wissenschaftliche Begründung“ eingeführt wurde und keineswegs inflationsdämpfend wirke. Solche Maßnahmen seien „nicht querfinanzierbar“ und brächten der Bevölkerung wenig.
"Die Regierung versucht mit diesem Maßnahmenkatalog ins Tun zu kommen." @EvaSchutz, @exxpressat JETZT LIVE beim #TalkimHangar7.#ServusTVOn
— Talk im Hangar-7 (@talkimhangar7) January 15, 2026
„Es geht darum, den Menschen das zu geben, was sie wirklich brauchen“, betonte die exxpress-Herausgeberin. Ihre Lösung: Wirtschaftsreformen, vor allem große Strukturreformen wie die Pensionsreform und eine Reform des Pflegesystems. Ohne solche Maßnahmen werde es nicht weitergehen, so Schütz.
Der „Speckgürtel der Unproduktivität“
Derzeit sei der Druck auf die Regierung jedoch offenbar noch nicht groß genug, um wirklich entscheidende Schritte zu gehen. „Die Regierungsparteien fürchten um ihre Klientel“, sagt Schütz. Sie fordert, endlich mit den notwendigen Reformen zu beginnen – ohne Rücksicht auf Kammern, Gewerkschaften und Bundesländer. Die Bürokratie und die unendliche Vielzahl an Förderungen seien unnötig und trügen nichts zur wirtschaftlichen Leistung bei. „Wir haben einen Speckgürtel an Unproduktivität geschaffen, der durch diejenigen, die Leistung und Produktivität schaffen, nicht mehr finanzierbar ist“, so Schütz.
"Wir haben einen Speckgürtel an Unproduktivität geschaffen. Und der ist durch die, die Leistung und Produktivität schaffen, nicht mehr finanzierbar. @EvaSchutz, @exxpressat im #TalkimHangar7.#ServusTV und #ServusTVOn
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Sie fordert daher, dass die Regierung endlich mutig vorangeht und Reformen in Angriff nimmt. Nur so könne Österreich die dringend benötigten Strukturreformen umsetzen und das Land wieder auf Kurs bringen.
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