Laut einem Polizeisprecher wurde die Entscheidung nicht aus politischen oder religiösen Gründen getroffen. „Wir tun dies ausschließlich aufgrund unserer Risikoeinschätzung hinsichtlich schwerwiegender Unruhen“, erklärte James Harman von der Londoner Polizei. Die Behörden befürchten, dass der Marsch auf Ablehnung stoßen und zu gewalttätigen Auseinandersetzungen führen könnte. Teilnehmer, die sich den behördlich verhängten Einschränkungen widersetzen, müssen mit einer Verhaftung rechnen.

Der Marsch war zuvor in den sozialen Medien von UKIP beworben worden. In Whitechapel, einem der ethnisch vielfältigsten Stadtteile Londons, leben viele Muslime, die sich durch die Veranstaltung möglicherweise provoziert fühlen könnten. Die Polizei betonte, dass der Marsch in anderen Teilen Londons stattfinden könnte, jedoch nicht in Whitechapel.

Frühere Vorfälle werfen Schatten auf die Entscheidung

Wie Apollo News berichtete, folgt diese Entscheidung auf ähnliche Vorfälle in der Vergangenheit. Bereits im Oktober wurde eine UKIP-Veranstaltung untersagt, nachdem Hunderte maskierte Männer aus der bangladeschischen Community gegen die geplante Veranstaltung marschierten. Dabei wurden auch „Allahu-Akbar“-Rufe laut. Der Aufmarsch, so erklärte UKIP-Politiker Nigel Farage, erinnerte ihn an eine „ausländische Invasionsarmee“.