Anti-Israel-Aktivist zu Gast: Mamdani lädt Mahmoud Khalil zum Ramadan-Dinner ein
Er erklärte über den Hamas-Angriff vom 7. Oktober, ein solcher Moment sei „leider nicht zu vermeiden“ gewesen, und zitierte später bei einer Anti-Israel-Demonstration die Worte eines mutmaßlichen Hamas-Terroristen – selbst das Weiße Haus verurteilte seine Aussagen. Trotzdem lud New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani den umstrittenen Aktivisten Mahmoud Khalil zum Ramadan-Dinner in Gracie Mansion ein.
Bürgermeister Zohran Mamdani empfing den umstrittenen Aktivisten Mahmoud Khalil, dessen Ehefrau Noor sowie den gemeinsamen Sohn Deen zu einem Ramadan-Dinner in Gracie Mansion, der offiziellen Residenz des New Yorker Bürgermeisters.
Der Anlass war das abendliche Fastenbrechen im muslimischen Monat Ramadan. Mamdani und seine Frau Rama Duwaji empfingen Khalil und dessen Familie in der Bürgermeisterresidenz.
Der Bürgermeister schrieb zu dem Treffen:
„Gestern Abend, als wir den ersten Jahrestag seiner Festnahme begingen, fühlten Rama und ich uns geehrt, Mahmoud, Noor und ihren Sohn Deen in Gracie Mansion willkommen zu heißen, um gemeinsam das Fasten zu brechen.“
Auf einem veröffentlichten Foto sitzt Khalil am Tisch, während Mamdanis Ehefrau einen Teller mit Essen in den Händen hält.
Mamdani würdigte Khalil in seinem Beitrag ausdrücklich und schrieb:
„Mahmouds Jahr war von tiefem Leid – und zugleich von großem Mut geprägt.“
Festnahme und Abschiebeverfahren
Wie New York Post berichtete, ist Khalil ein in Syrien geborener Aktivist und ehemaliger Masterstudent an der Columbia University.
Er wurde im vergangenen Jahr von der US-Einwanderungsbehörde ICE festgenommen. Die Regierung beschuldigt ihn, Betrug bei seinem Green-Card-Antrag begangen zu haben.
Im Zusammenhang mit dem Fall wird ein Gesetz angewendet, das es ermöglicht, Nicht-Staatsbürger abzuschieben, wenn ihre Überzeugungen eine Gefahr für außenpolitische Interessen der USA darstellen könnten.
Khalil verbrachte rund drei Monate in einem Bundesgefängnis in Louisiana.
Ein dreiköpfiges Richtergremium in New Jersey entschied im Juni, dass er sein Einwanderungsverfahren auf freiem Fuß weiterführen darf.
Verteidigung durch den Bürgermeister
Mamdani hat Khalil mehrfach öffentlich verteidigt.
Bei einer Pressekonferenz im Januar erklärte der Bürgermeister:
„Ich sehe diesen Angriff auf ihn als Teil eines größeren Angriffs auf die Meinungsfreiheit – besonders dann, wenn diese genutzt wird, um politische Forderungen nach Menschenrechten zu unterstützen.“
Auch in seinem Instagram-Beitrag stellte Mamdani klar, dass Khalil für ihn Teil der Stadtgemeinschaft ist.
„Mahmoud ist ein New Yorker – und er gehört nach New York City.“
Umstrittene Aussagen zum 7. Oktober
Khalil sorgte mit Aussagen über den Hamas-Angriff auf Israel am 7. Oktober 2023 für heftige Kritik.
In einem Interview erklärte er:
„Leider konnten wir einen solchen Moment nicht vermeiden.“
Er fügte hinzu:
„Für mich war es erschreckend, dass wir in diesem palästinensischen Kampf an diesen Punkt gelangen mussten.“
Das Weiße Haus verurteilte diese Aussagen und bezeichnete sie als weiteres Beispiel dafür, dass Khalil die Taten der Hamas herunterspiele.
Auftritt bei Anti-Israel-Demo
Nach seiner Freilassung nahm Khalil an einer Anti-Israel-Kundgebung in New York teil.
Dort zitierte er die letzten Worte von Anas al-Sharif, der als mutmaßlicher Hamas-Terrorist und Al-Jazeera-Korrespondent bezeichnet wurde und bei einem israelischen Luftangriff im August getötet wurde.
Vor der Menge rief Khalil:
„Jetzt ist die Zeit – die Brücken zur Befreiung beginnen bei uns.“
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